Depression nach Trennung In 6 Schritten die Trauer überwinden

Trennungen sind niemals leicht. Das Ende einer Beziehung kann deine Welt auf den Kopf stellen und eine Menge Gefühle in dir auslösen. Du fühlst dich alleine und ohne Halt.

Trauer und Liebeskummer sind in solchen Situationen ganz normal! Allerdings ist es irgendwann auch Zeit dafür loszulassen und weiterzugehen. Denn sonst kann sich aus der Trauer und den negativen Gefühlen, eine ernstzunehmende Depression entwickeln.

Die Anzeichen dafür sollte man früh erkennen und darauf reagieren. Und genau dabei hilft dir dieser Artikel!

Ein wichtiger Hinweis unter vier Augen
Eine Depression entsteht oft auch, wenn man das Gefühl hat, dass man alleine mit sich und der Welt ist. Eine Langzeitstrategie, wie du dir ein starkes Männerrudel aufbaust wird dir hefen, eine gefestigte Männerrunde um dir zu versammeln, die dir den Rücken stärken.

Gewöhnlicher Liebeskummer vs. Klinische Depression

Depressionen sind nicht immer leicht von einer einfachen Niedergeschlagenheit zu unterscheiden.

Wer eine Trennung erlebt, fühlt sich danach für eine Weile verletzt und traurig. Er hat eine gedrückte Stimmung und leidet unter den Folgen der Trennung. Aber das heißt noch nicht, dass diese Person depressiv ist.

Eine Depression unterscheidet sich von gewöhnlicher Trauer durch die Regelmäßigkeit und Dauer der negativen Gefühle.

»Depression ist ein Zustand, in dem sich Männer minderwertig und den Anforderungen des Lebens über einen längeren Zeitraum nicht mehr gewachsen fühlen.«

Wenn du inmitten deiner schlechten Stimmung und Niedergeschlagenheit immer noch kurzfristig Freude empfinden kannst, dann leidest du wahrscheinlich noch nicht an einer Depression.

Wenn du aber über einen längeren Zeitraum (ab zwei Wochen) völlig freudlos bist oder die negative Grundstimmung über Monate oder Jahre bestehen bleibt, dann ist das ein Zeichen für eine Depression.

Wie entsteht eine Depression nach einer Trennung?

Die Ursachen für Depressionen sind sehr komplex und schwer durchschaubar.

Wenn du nach dem Ende einer Beziehung in eine Depression versinkst, dann war die Trennung häufig nur der Auslöser. Weitere Ursachen waren schon zuvor Teil von dir.

Dein Zustand ist ein kompliziertes Zusammenspiel deiner inneren und äußeren Welt. Und von daher ist die Depression auch nicht nur auf die Trennung, sondern auch auf die inneren Faktoren zurückzuführen.

Das Gute dabei ist: Es gibt deswegen auch zwei Möglichkeiten die Depression zu überwinden. Du kannst dich entweder innerlich stärken oder im Außen eine Veränderung herbeiführen.

Doch am Allerbesten ist es, auch bei einer Trennung, es gar nicht erst zu einer Depression kommen zu lassen. Und damit du das verhindern kannst, solltest du den Unterschied zwischen gesunden und ungesunden Trennungs-Symptomen kennen.

Gesunde vs. ungesunde Symptome von Trennungen

Die folgenden Symptome sind bei einer Trennung ganz normal. Sie mögen schmerzhaft und bedrückend sein, aber sie sind ein Teil deines inneren Heilungsprozesses. Du musst dich erst einmal daran gewöhnen, ohne deine Ex-Partnerin zurechtzukommen und das kann ein wenig dauern.

Gesunde Symptome einer Trennung können sein:

  • Wut und Frustration
  • Häufiges und starkes Weinen
  • Traurigkeit
  • Angst
  • Schlafprobleme
  • Null-Bock-Stimmung
  • Gefühl, dass einen alles überfordert

Diese Symptome sind lediglich Trauer-Mechanismen, die dir dabei helfen schmerzhafte Erfahrungen zu verarbeiten und deine Ex-Freundin zu vergessen. Akzeptiere diese Gefühle und lasse sie zu. Das funktioniert meistens besser, als sie zu unterdrücken.

Die jetzt folgenden Symptome sind kritischer. Sie können ein Zeichen für eine Depression sein oder zu einer Depression führen. Wenn du mehrere dieser Symptome länger als zwei Wochen erlebst, solltest du vielleicht zu einem Arzt gehen, um nach einer Lösung zu suchen.

Ungesunde Symptome einer Trennung können sein:

  • ständiges Grübeln und dunkle Gedanken
  • sozialer Rückzug
  • völlige Energielosigkeit und Müdigkeit
  • quälende Selbstzweifel und Selbstvorwürfe
  • unverhältnismäßig viele Gedanken an den Tod
  • Interessenlosigkeit für Aktivitäten, die sonst Spaß gemacht haben
  • Unfähigkeit sich zu entspannen
  • Hoffnungslosigkeit
  • fast den ganzen Tag lang ein Gefühl der Leere und Trauer
  • Konzentrations- und Entscheidungsschwierigkeiten

Insbesondere wenn du früher schon einmal eine Depression hattest, ist es wahrscheinlicher, dass die Trennung wieder eine depressive Episode auslösen wird.

Auch wenn die äußeren Einflussfaktoren vor der Trennung sowieso schon schwierig waren, kann das die Wahrscheinlichkeit einer Depression steigern. Wenn du beispielsweise erst deinen Job verlierst und kurz danach auch noch deine Freundin, ist es besonders schwierig damit umzugehen.

Schau dir gerne mal dieses Video von Martin an, in dem er dir noch einen Input zu dem Thema gibt, der dir sicher auch helfen wird, wenn du gerade nicht weißt, wohin mit dir:

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Die Verarbeitung einer Trennung braucht Zeit

Du solltest dir nach einer Trennung Zeit lassen, um wieder in die richtige Bahn zu finden. Einen tiefen Einschnitt in dein Leben kannst du nicht in ein paar Tagen verarbeiten.

Oftmals sind wir direkt nach der Trennung noch gar nicht bereit, diese zu akzeptieren und hinzunehmen.

Wir wollen uns nicht an diesen Gedanken gewöhnen und wollen auch nicht, dass es uns besser geht. Wir suhlen uns im Selbstmitleid. Und erst wenn wir davon die Nase voll haben, werden wir langsam dafür bereit, die vergangene Beziehung loszulassen.

Erst dann hören wir auf die alte Beziehung zu idealisieren und können endlich wieder richtig ins Leben starten.

 Bevor du weiterliest

Zum Thema Beziehungsaus gibt es eine Menge zu sagen. Soviel sogar, dass sich fast 40 Blogs zusammengeschlossen haben, um dieser Sache mal tiefgehend auf den Grund zu gehen. Hier findest du einen Auszug der besten Artikel:

Schau einfach mal rein und lass dich inspirieren!

Depression nach Trennung: Die 6 Schritte

Die folgenden 6 Schritte geben dir einen Leitfaden, um eine Depression nach Trennung zu vermeiden und zu überwinden. Damit du wieder voller Energie ins Leben eintauchen und positiv in die Zukunft blicken kannst.

Schritt 1: Die Depression früh erkennen

Depressionen kommen schleichend und leise. Sie klopfen nicht laut an der Tür. Deswegen kann es schwer sein, die Depression zu identifizieren.

Aber je früher dir das gelingt, desto besser.

Dann kannst du dagegen vorgehen und die Depression behandeln lassen.

Wenn du dich bei der Beschreibung und den Symptomen einer Depression wiederfinden konntest, dann besuche lieber mal einen Arzt auf und lass dich untersuchen.

Viele Männer sehen eine Depression als Schwäche und wollen sie verstecken, aber dadurch machst du es nur noch schlimmer…

Schäm dich nicht für deine Situation, sondern nimm sie an und mache das Beste daraus! Auch aus einer Depression kann man viel lernen und für sein zukünftiges Leben mitnehmen, wenn man richtig damit umgeht.

Schritt 2: Aktiv und sozial bleiben

Mache auf keinen Fall den Fehler, dich langfristig zurückzuziehen.

Dein Umfeld und deine Struktur geben dir Halt!

Es ist wichtig die Trauer in kleinen Schritten zu verarbeiten. Und dafür sind zwischenmenschlicher Kontakt und Aktivität nötig.

Wenn du dich deinen Kumpels oder deiner Familie anvertraust, wirst du auf Verständnis stoßen und daraus Kraft ziehen. Dadurch fühlst du dich nicht mehr so alleine und kannst leichter deine Einsamkeit überwinden.

Genauso wichtig ist es Pläne zu haben und aktiv zu bleiben. Diese Struktur hilft dir dabei, den Halt nicht zu verlieren. Besuche ein Fitnessstudio, einen Sprachkurs oder ein anderes deiner alten Hobbys.

Hauptsache du bleibst aktiv und igelst dich nicht in deinen eigenen vier Wänden ein.

Schritt 3: Gefühle zulassen und sortieren

Gefühle wollen vor allem eines: gefühlt werden.

Erst wenn du deinen Gefühlen, wie Trauer und Wut, Platz lässt, werden sie sich ausleben und dann irgendwann beruhigen.

Versuche nicht vor den Gefühlen wegzurennen oder sie mit Alkohol zu ertränken. Damit verlängerst du ihre Verweildauer nur. Stattdessen lass dich auf sie ein und akzeptiere ihre Existenz, solange es nötig ist.

Dabei kann allerdings erstmal ein ziemliches Gefühlschaos entstehen. Enttäuschung, Verletztheit und Ohnmacht wechseln sich ab und auf einen hoffnungsvollen Tag folgt ein weiterer voller Verzweiflung.

In dieser Phase ist es wichtig, dass du dich bewusst mit der Trennung auseinandersetzt und deine Gefühle sortierst. So bringst du am zuverlässigsten wieder Ordnung in dein Leben.

Du willst wissen, wie man das am besten macht? Bingo! Dafür ist der nächste Schritt da.

Schritt 4: Fantasie-Briefe schreiben

Eine der besten Methoden, um dir Klarheit über die Situation zu verschaffen, ist es, deine Gedanken und Gefühle aufzuschreiben.

So lichtest du das Gefühlschaos ein wenig und arbeitest die Trennung Stück-für-Stück auf.

Schreibe einen Brief an deine Ex-Freundin, ohne die Intention diesen jemals abzuschicken, und lasse deinen Gedanken freien Lauf.

Schreibe auf, was die Trennung bei dir bewirkt hat und was du ihr jetzt gerne sagen würdest.

Dadurch kannst du viele Zusammenhänge und Gefühle besser verstehen und mit dem Geschehenen besser umgehen. Und es wird dir leichter fallen, die neue Situation zu akzeptieren.

Schreibe so viele Briefe, wie du magst. In einem Brief lässt du vielleicht deine ganze Wut raus und in nächsten denkst du schon ganz anders. Nutze dieses Werkzeug, um mit deinen Gefühlen in Kontakt zu kommen und sie zu sortieren.

Schritt 5: Selbstwert wiederaufbauen

Bei einer Trennung stürzt der Selbstwert in den Keller. Selbstzweifel und Schuldgefühle sind an der Tagesordnung. Du fühlst dich zurückgewiesen und gedemütigt.

In dieser Phase ist es wichtig, den eigenen Selbstwert wieder zu stärken.

Du kannst die ganze Schuld für das Scheitern der Beziehung auf dich laden oder akzeptieren, dass dazu immer zwei gehören…

Die Verantwortung für die Beziehung lag bei euch beiden und dass sie auseinander gegangen ist, ist auch auf euch beide zurückzuführen und nicht nur auf dich.

Wenn du deine Ex-Partnerin und die Beziehung idealisierst, dann stoppe das auf der Stelle.

Dann fang damit an, dir mal wieder etwas Gutes zu tun. Gönn dir ein schönes Essen oder mach eine kleine Reise. Zeige dir, dass du auch alleine wertvoll und liebenswert bist.

Höre auf, dich selbst zu verurteilen und erkenne, dass du dein Bestes getan hast. Es ist passiert, was passiert ist und das Leben wird weitergehen.

»Wo sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere.« – Moliere

Und das wird schließlich auch deinen Selbstwertgefühl stärken.

Schritt 6: Orientiere dich neu

Du hast viel Zeit mit deinem Partner verbracht? Dann heißt das, dass du auf einmal viel Freizeit dazugewonnen hast.

Such dir ein neues Hobby oder lass ein altes Hobby wiederaufleben und mache neue Erfahrungen.

Vielleicht gibt dir die Trennung auch auf anderen Ebenen neue Freiheiten. Du wolltest sowieso mal woanders leben und jetzt hält dich nichts mehr zurück? Dann ab an die Planung.

Orientiere dich neu und schöpfe dabei deine zusätzlichen Möglichkeiten aus. Suche dir eine neue Lebensaufgabe. Jedes Ende ist auch ein Anfang.

Außerdem sei offen anderen Menschen gegenüber und lerne neue Leute kennen. Bei neuen Aktivitäten wirst du auch schnell neue Freunde finden.

Sobald du nicht mehr rund um die Uhr an deine alte Beziehung denkst, kannst du auch wieder anfangen zu flirten und den Spaß daran wiederentdecken. Dann bist du auf dem besten Weg deine dunkle Phase hinter dir zu lassen. Und wer weiß, vielleicht dauert es ja auch gar nicht so lange und du bist glücklicher als je zuvor.

Depression nach Trennung: Fazit

Eine Trennung ist kein Zuckerschlecken. Und eine Depression erst recht nicht. Aber alle Erfahrungen deines Lebens sind wertvoll und können dir etwas beibringen.

Auch wenn es dir zurzeit schwerfällt das zu sehen, vielleicht hat deine Trennung ja einen Sinn und war das Beste, das dir passieren konnte.

Letztendlich liegt es an dir, wie du damit umgehst und ob etwas Gutes daraus entsteht. Vielleicht lernst du dich selbst durch diese schwere Phase besser kennen und davon profitiert dein ganzes Leben. Vielleicht lernst du dich selbst zu lieben und zu respektieren, wie nie zuvor.

Lass dir Zeit und versuche weniger gegen die Gefühle anzukämpfen. Nutze deine Kraft stattdessen, um aktiv zu werden und neue Dinge auszuprobieren. Und wenn du dich hilflos fühlst, erwarte nicht von dir selbst, diesen Weg alleine zu gehen, sondern suche dir Hilfe.

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