Depression bei Männern Warum wir alle etwas wie Felix sind

Negative Gedanken.

Keine Lust auf irgendwas.

Und eine niedergeschlagene Stimmung.

Wenn diese Gefühle wiederkehrend für Wochen oder gar Monate anhalten, spricht man in Fachkreisen von einer Depression.

Gerde die Depression bei Männern wird im Alltag aber selten wahrgenommen. Schließlich sind Männer nun mal verschlossen und eigen. Schließlich sind wir die, die nicht über ihre Gefühle reden und als Einzelkämpfer ihren Weg gehen.

Aber ist das wirklich wahr?

Ich bin der Meinung: Depressionen sind unter Männern weit verbreitet. Aber keiner redet darüber.

In diesem Artikel zeige ich dir deswegen anhand der wahren Geschichte von Felix, warum wir alle etwas depressiv sind und was konkret wir machen müssen, um aus diesem negativen Gedankenkarusell raus zu kommen.

Hinweis:

Viele Männern, die niedergeschlagen und antrieblos vor sich hin leben, haben ebenfalls ein geringes Selbstvertrauen. Sie glauben, dass sie nichts an ihrer Situation ändern können und treiben damit sinnlos vor sich hin. Im ersten Schritt soltest du dir deswegen unbedingt  diese grandiose Technik, dein männliches Ur-Vertrauen wiederzugewinnen aneignen.

1. Depression bei Männern – Felix seine Geschichte

Lass uns zusammen für einen Moment in Felix’ Lage versetzten:

Du kennst das bestimmt. Der Wecker klingelt, aber eigentlich ist es viel zu früh. Der Blick aus dem Fenster verheißt auch nichts Gutes.

Ganze 5 Grad. Und draußen auf den Straßen herrscht eine Mischung aus Regen, Schlamm und schlechter Laune.

Aber scheiße! Mann muss halt aufstehen. Nachdem also die Snooze-Funktion aufs Äußerste ausgereizt wurde, zwingt man sich aus dem Bett.

Nach kurzer Katzenwäsche schmiert sich Felix schnell 3 Brote, welche er auf dem Weg zu Arbeit isst.

Als er seinen Körper durch den Eingangsbereich der Firma schleppt, fällt ihm ein, dass er heute Abend einen wichtigen Termin hat. Aber auf dem Weg die Treppe runter ist der Gedanke auch schon wieder verflogen.

Und da ist er schließlich. Sein Schreibtisch. Felix hat das Glück, ein Büro für sich ganz allein zu haben. Wäre dem nicht so, hätte irgendwer in der Personalabteilung wahrscheinlich schon längst mitbekommen, dass sein Job vollkommen überflüssig ist.

Denn eigentlich surft Felix den ganzen Tag durch das Internet und versucht sich von seiner Langeweile abzulenken.

Er ist beim Vertreiben der Zeit sehr kreativ geworden. Im Onlinespiel Clash of Clans ist Felix einer der ganz Großen. Aber so wirklich Spaß macht das auch nicht mehr.

2 Mal die Woche erreicht ihn eine E-Mail mit der Bitte, eine »Produktkohärenzanalyse« durchzuführen, für die er durchschnittlich eine Stunde braucht.

Den Rest der Zeit verbringt er damit, in seinem Kellerbüro abzuwarten, bis er wieder nach Hause gehen kann.

Es ist aber nicht so, dass er nun seinen langweiligen Job durch eine möglichst intensiv gelebte Freizeit ausgleicht.

Nein!

Felix kommt nach Hause, schaltet den Fernseher an und klickt sich nebenbei durch unzählige Youtube-Videos. Doch heute wird seine Routine unterbrochen. Heute hat er einen wichtigen Termin.

Also macht er sein Skype-Programm an und wird Punkt 19 Uhr angerufen. Auf seinen Bildschirm sieht er Martin und mich. Denn Felix hat sich zu einer Reise mit uns angemeldet, ist sich aber noch unsicher, ob er überhaupt mitkommen kann.

Er hat eigentlich nur eine Frage. Aber in seiner skeptisch-trägen Art hört Felix erstmal nur zu, wie von Bergen, Abenteuer und der gemeinsamen Männermannschaft erzählt wird.

Nachdem er schon etwas unruhig wird, platzt es einfach aus ihm heraus: »Kann ich überhaupt mitkommen?«

Eine kurze Stille.

»Wie meinst du das?«, fragt Martin neugierig nach.

»Naja. Ich weiß nicht, ob ich das körperlich überhaupt schaffe.« erwidert Felix.

In meiner direkten aber halt nicht immer sehr einfühlsamen Art sage ich: »Steh mal auf.«

Felix erhebt sich und fühlt sich fast schon etwas vorgeführt. Er schaut an sich herunter und sieht all sein Frustessen und die mangelne körperliche Bewegung der letzten Jahre. Er ist dick und hat offensichtlich ein paar mehr Funde zu viel.

Doch der sympathische Typ am anderen Ende des Internets (aka Martin) sagt einfach nur: »Ach. Wenn du das jeden Tag mit dir herumschleppst, dann trägst du das auch die Berge hoch.«

Und ich erwidere noch: »Es sind meistens eh die stämmigeren Typen, die vorneweg laufen. So ne dünne Pommes wie ich quält sich da viel eher den Berg hoch.«

Nachdem das Skypegespräch beendet ist, ist für Felix klar: »Scheiße! Ich gehe dieses Jahr nach Rumänien.«

Hätte er gewusst, was ihn in Rumänien erwartet, er wäre niemals in das Flugzeug gestiegen.

Hätte er aber geahnt, wie sich sein Leben danach ändern sollte, kein Geld, keine seiner üblichen Ausreden und kein anderes Hindernis der Welt hätte ihn davon abgehalten, mit uns zusammen die Berge zu besteigen.

2. Was du als Mann machen musst, um aus deiner Depression auszubrechen

Stell dir vor, du sitzt in einem Flugzeug. Es ist das erste Mal, dass du fliegst. Alles etwas ungewohnt. Aber schon okay. Eigentlich ist sogar alles ganz cool. Sogar spannend. Der Ruf des Abenteuers liegt in der Luft.

Sind die ersten Tag noch ganz entspannt, wird es bald sehr viel schwieriger. Weil dein Leben bis jetzt vielleicht nur aus einem Kellerbüro und Youtubevideos bestand, kommst du teilweise kräftig ins Schwitzen. Geht aber alles noch.

Auch das Schlafen im Zelt ist vielleicht nicht so komfortabel wie zu Hause. Dafür bekommt man zu Hause auch nicht solche wunderschönen Naturkulissen zu sehen. Zusätzlich bemerkst du, dass die Gespräche mit den anderen Männern anders sind. Irgendwie tiefer, ehrlicher und direkter. Über die Tage bemerkst du, wie sich etwas in dir positiv verändert. Die intensiven Gespräche, die langen Wanderetappen und die frische Natur zeigen ihre Wirkung.

Doch dann wird alles anders.

Tag 8 ist angebrochen und was bis jetzt nur ein Gipfel in weiter Entfernung war, steht auf einmal mächtig und unbeugsam vor dir. Mit jedem Meter, den du weiter nach oben steigst, breitet sich ein ungutes Gefühl in dir aus. Du weißt aber nicht, woher es kommt.

Und dann bleibt Felix einfach stehen und kann nicht mehr weiterlaufen. Die Ursachen seiner Depression holen ihn ein.

Als ich zu ihm komme, sehe ich das Zittern seiner Muskeln und Panik in seinen Augen.

Felix hat Angst. Höhenangst. Und er weiß es nicht einmal. Da sind wir nun. Mitten im Hochgebirge. Und ein Mann in unserer Truppe hat eine aufkommende Panikattacke.

Was machen wir?

Mit verschiedenen Instruktionen sorgen Martin und ich dafür, dass Felix seine Angst fühlen kann, aber gleichzeitig handlungsfähig bleibt.

Wenn du wissen willst, welche Techniken und Methoden wir nutzen, um die Angst zu spüren, aber trotzdem zu handeln, melde dich hier zu unseren kostenfreien E-Mail-Lektionen an.

Eine der wichtigsten Dinge, die Martin zu Felix sagt, war das hier:

3. »Angst haben, ist so normal wie kacken!«

In dem Männerbild von heute hat die Angst keinen Platz mehr. Wir sollen stark sein und keine Schwächen zeigen.

Deswegen tun viele Männer (und auch Frauen) so, als hätten sie keine Angst. Sie unterdrücken ihre Emotionen und versuchen cool zu sein.

»Cool« bedeutet übersetzt »kühl«. Auf diesem Weg verdrängen wir unsere Emotionen immer mehr. Wir fangen an, immer weniger zu fühlen. Damit fangen wir aber auch an, immer weniger zu leben.

Du willst aus deiner Depression ausbrechen? Dann musst du wieder anfangen, zu fühlen.

Hier ein paar praktische Anwendungsbeispiele:

  • Gehe raus in den Wald. Atme tief ein und genieße die Luft.
  • Schreie deine Wut heraus. Depressiven Männern wurde ihre Wut abtrainiert. Es wird Zeit, dass du wieder einen Kontakt zu deiner Wut bekommst. Wie das geht, zeige ich dir in diesem Video:
So kannst Du Deine Wut rauslassen

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  • Erlebe mal wieder ein Abenteuer. Wir alle haben Ideen, was wir gerne mal machen würden. Wir alle haben Phantasien von Abenteuern. Das, was uns davon abhält diese Ideen und Phantasien auszuleben, sind keine logischen Risikoanalysen. Es ist immer die Angst. Aber soll ich dir was verraten?

»Angst haben, ist so normal wie kacken!«

Es ist vollkommen normal, dass du Angst hast. Genau so, wie es normal ist, aufs Klo zu gehen. Wenn du ehrlich in dich hineinschaust, wirst du bemerken, wie die Angst täglich an deine Haustür klopft.

Die meisten Männer beantworten dieses Klopfen mit:

  • »Sie hat wahrscheinlich eh einen Freund. Ich brauch sie gar nicht erst ansprechen.«
  • »Eigentlich ist mein Job ganz okay. Schließlich sind es nur noch 20 Jahre bis zu Rente.«
  • »Ich habe gerade keine Lust.«
  • oder »Ich bin nun mal so.«

Diese Sätze sind 99,99 Prozent immer nur Ausreden, die dich davon abhalten wollen, deine Angst zu spüren. Es ist aber total okay, Angst zu haben. Auch wenn es objektiv keine Gefahr darstellt.

Es ist auch vollkommen normal wütend zu sein. Auch dann, wenn es dafür keine logischen Gründe gibt.

Wichtig ist, dass Wut, Trauer, Angst genauso normale Gefühle sind, wie Freude, Spaß und Glück. Das zu verstehen ist der erste wichtige Schritt.

4. Depression bei Männern – Konkrete Schritte aus dem Gedankenkarusell

Im zweiten Schritt verlassen wir jetzt die negative Gedankenschleife. Dabei ist eine einzige Sache entscheidend. Und das ist diese hier:

»Aktion!«

Das Lesen diesen Textes wird dich nicht aus der Depression führen. Lesen ist körperlich eine sehr passive Sache. Du sitzt da und liest.

Doch um wieder mehr zu spüren, musst du dich bewegen. Körperlich!

Deswegen gehe raus spazieren. Mache Sport. Bewege dich!

Wenn du dich jetzt dabei erwischt, wie du zu dir sagst: »Ich würde mich ja bewegen, wenn ich nicht so eine schlechte Stimmung hätte.« Dann hast du das Reiz-Reaktions-System falsch verstanden.

Wenn du darauf wartest, dass deine negativen Gedanken verschwinden, um mehr in die Aktion zu kommen, dann zäumst du das Pferd von der falschen Seite auf.

Du musst mehr in Aktion kommen, damit deine depressiven Gedanken verschweinden. Also gehe raus, mache Sport und bewege deinen Körper. Auch wenn du dich nicht danach fühlst.

Ohne Aktion bleibst du da, wo du sowieso schon bist.

5. Einen Schritt nach dem anderen

Als wir zusammen am Berghang standen und Martin sagte: »Angst haben, ist so normal wie kacken!« musste Felix lachen. Ich auch 🙂

Aber nur weil Felix einmal gelacht hatte und damit wieder die Kraft gefunden hatte, den nächsten Schritt zu gehen, war das noch nicht das Ende der Geschichte.

Bis auf den zweithöchsten Berg Rumäniens war es noch ein weiter Weg. Und immer mal wieder überkam Felix seine Höhenangst. Immer mal wieder wollte er sich in seine Passivität flüchten und einfach stehen bleiben.

Immer wieder stellte er sich seine Angst, fühlte in sie herein und entschied sich für die Aktion!

Natürlich hatte er unsere Hilfe. Sehr wahrscheinlich hätte er den Berg ohne uns, niemals erfolgreich bestiegen und zurück in Deutschland sein halbes Leben geändert.

Aber all das soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass Felix mit seinen eigenen Füßen auf den Berg gestiegen ist. Und es soll auch nicht darüber hinwegtäuschen, dass Felix seinem Herzen gefolgt ist und sich zur Reise angemeldet hat.

Er hat die Entscheidung getroffen. Wir haben ihm nur dabei geholfen, einen Schritt vor den anderen zu setzen.

Und so wollen wir dir auch helfen dran zu bleiben und aus deinem Gedankenkarusell auszubrechen. Wir haben dafür die kostenfreie Männlichkeitsmail geschrieben.

Konkrete Inhalte der E-Mail-Lektionen sind:

  • Die 5 Stufen machtvollen Mann-Seins
  • Eine grandiose Technik, dein männliches Ur-Vertrauen wiederzugewinnen
  • Die 7 Prinzipien einer wahren Männerfreundschaft
  • Die 3 Stufen wahrer männlicher Disziplin
  • und das Mindset, selbstbestimmt deinen Weg als Mann zu gehen

Du triffst die Entscheidung, zurück in Leben zu kommen. Wir helfen dir dabei. Trage deine E-Mail-Adresse ein und klicke auf »Ja, ich bin dabei.«

2 Kommentar

  1. Eine schöne und toll erzählte Geschichte! Ich hab’ irgendwie richtig Lust auf eure Rumänienreise bekommen :D.

    Angst haben ist so normal wie kacken – wenn man sich das in den verschiedensten Situationen bewusst macht, hilft es seine Angst zu relativieren. Und ich finde das ist das Wichtigste! Seine Angst zwar zu spüren und auch anzunehmen, aber gleichzeitig auch zu spüren, dass man diese Angst nicht ernst nehmen muss, dass man sich ihr nicht beugen muss.

    Meine Geheimwaffe dafür: Meditation!

    Liebe Grüße
    Chris

    • Hey Chris,

      danke für dein Feedback 🙂 Gerade sind ja noch 5 Plätze für dieses Jahr frei 😉

      Und ein guter Hinweis! Meditation hilft sehr gut dabei, ruhe in die eigenen Gedanken zu bringen… auch in die Angstvollen.

      Viele herzliche Grüße
      Sven

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