Ich hasse meinen Vater und das zu Recht

In diesem Artikel geht es um die eigene Beziehung zum Vater. Anhand meiner persönlichen Geschichte zeige ich Dir, wie Du all die alten Verstrickungen auflösen kannst und Dich endlich von Deinem Vater emotional befreist. Zuerst geht es um meinen Vater. Dieser Hurensohn. Dieser Scheißkerl. Dieses Arschloch. Wenn ich an ihn denke, kommt dabei nichts Gutes heraus. Ich hasse ihn! Ich hasse meinen Vater. Er hat es schließlich auch verdient.

Eine der krassesten Geschichten, die mein Vater je gebracht hat, war diese hier:

Ich war mit anderen Männern auf einem Workshop, wo wir uns intensiv mit unseren Emotionen dem Vater gegenüber beschäftigt haben. Es war wirklich sehr emotional und ich war richtig krass aufgeladen. Ich spürte meine Wut, ich spürte meinen Hass, aber ich spürte auch einen meiner größten Wünsche, der alles Andere überwog. Ich wollte wenigstens einmal in meinem Leben ein Lob von diesem Typen bekommen. Einmal ein „Mein Sohn, ich bin stolz auf dich.“, „Ich erkenne deine Leistung an, mein Sohn.“ oder „Das hast du gut gemacht.“ bekommen.

Also traf ich mich noch an diesem Abend mit meinem Vater. Ich war bereit, endlich offen über alles zu sprechen. Ich öffnete mein Herz, erzählte vom dem emotionalen Seminar und bat ihn am Ende nur um eine einfach Sache. „Vater, bitte erkenne mich an. Schenke mir bitte einmal deine Anerkennung und dein Lob.“ Und dann sagte dieses Arschloch doch tatsächlich: „Ich mache das nicht. Das ist doch blöde. Das brauche ich nicht.“

Hinweis
Dein Vater war der prägendste Mann in deinem Leben, doch egal, wie hart es mit ihm war: Du hast die Kraft, wieder in deine volle Power zu kommen. Ich habe hier Eine grandiose Technik, dein männliches Ur-Vertrauen wiederzugewinnen beschrieben, die du unabhängig vom Wohlgefallen deines Vaters einsetzen kannst und so zu einem Mann wirst, der selbstsicher mit beiden Beinen im Leben steht.

1. Die Verfehlungen des Vaters

Diese Situation war die Spitze des Eisberges. Fast nie habe ich den Ansatz eines Lobes von meinem Vater bekommen. Er hat mich immer nur verspottet. Ich erinnere mich an unzählige Situationen, in denen ich meinem Vater bei handwerklichen Aufgaben helfen musste. Immer und immer wieder sagte er zu mir: „Du machst das falsch.“, „Nein! Nicht so.“ und „Du kannst das nicht.“. Dieser eine Satz, wie ich ihn hasse! „Du kannst das nicht.“ Mein Vater muss diesen Satz so viele tausende Male wiederholt haben, dass ich irgendwann angefangen habe, daran zu glauben.

„Du kannst das nicht.“

Irgendwann fing ich an, diesen Satz zu mir selber zu sagen. „Ich kann das nicht.

Dieser Satz und seine generalisierten Abwandlungen haben sich tief in mein Unterbewusstes eingebrannt. Immer wieder sagte er diesen Satz zu mir. Gepaart mit einem sarkastischen Lachen. Mein Vater wusste wahrscheinlich nicht, welche beschissenen Folgen das für mein ganzes Leben haben sollte. Mit dem Satz hat er meine Psyche ruiniert und damit jeglichen Erfolg mit Geld, Beruf und Frauen zu Nichte gemacht.

2. Bedürftigkeit

Das ist eigentlich alles, wofür ich meinen Vater hasse. Das Auslachen, die blöden Kommentare und selbst die kleinen körperlichen Übergriffe – damit komme ich klar. Aber dieser Satz hat mich zu einem bedürftigen Mann gemacht. Ich habe mehr als mein halbes Leben damit verbracht, die Anerkennung meines Vaters zu suchen. Ein einfaches Lob, ein anerkennender Blick oder eine stolze Umarmung. Als ich erwachsen wurde und auszog, tauschte ich meinen Vater gegen meinen Chef ein. Ich arbeitete mich halb zu Tode für meinen Boss, nur um von ihm die Anerkennung zu bekommen, die mir mein Vater nie geben wollte.

Ich wurde süchtig nach jedem Gefühl der Anerkennung und suchte danach in allen erdenklichen Weisen. Zum Beispiel beim Sex. Ich vögelte Frauen um den Verstand… Aber der Sex war mir egal. Ich wollte nur das anerkennende Stöhnen der Frau hören. Ob ich mich dabei gut fühlte oder ob ich überhaupt diese Frau haben wollte, war mir egal. Ich war süchtig nach Anerkennung.

3. Wie ich diesen Schmerz ein für und alle Mal losließ

Es war kein besonderer Zeitpunkt oder eine krasse Offenbarung. Es war eher ein schleichender Prozess. Ich merkte immer mehr, wie sehr mein Hass gegen meinen Vater mich von meinem Traumleben mit Traumberuf, Traumfrauen und traumhaft gutaussehendem Körper abhielt. Ich suchte nach Möglichkeiten, meinem Vater für die ganze Scheiße, die er angerichtet hatte, zu verzeihen. Nicht weil er es verdient hatte. Oh Nein, das hat er nicht!

Sondern weil ich es verdient habe, frei zu sein. All dieser Schmerz, die Suche (und Sucht) nach Anerkennung – Sie haben mich davon abgehalten MEIN eigenes Leben zu führen.

4. Lass den Papa los und begegne Deinem Vater auf Augenhöhe

Ich musste also meiner selbst willen meinem Vater verzeihen. Nur wie? Ich begab mich auf die Suche, besuchte verschiedene Seminare für Männer und Männerthemen und las einiges an Büchern. Ich lernte viele emotionale Techniken kennen. Die Effektivste war ein hasserfüllter Brief an meinen Vater, den ich zum Glück nie abschickte. Ich empfehle wirklich jedem Mann, einen solchen Brief zu schreiben.

Die Briefe, die ich schrieb, die vielen Gespräche, die ich führte aber auch die Reisen, die ich machte, öffneten mir die Augen. Ich erkannte, dass mein Vater durch seine eigene Erziehung keine andere Wahl hatte, als mich so scheiße zu erziehen.

Wie du es schaffst, deine Perspektive so zu ändern, dass du deinen Vater und andere Menschen wirklich verstehen kannst, beschreiben wir dir in unserer kostenfreien Männlichkeits-Mail.

5. Der Vater meines Vaters

Der Vater meines Vaters war nämlich auch nicht gerade der perfekte Vater. Mein Großvater ist ein Mann, für den Leistung alles ist. Er entkam dem Hunger und dem Leid des Zweiten Weltkrieges nur mit erbarmungsloser Leistung. Er war der Beste auf allen Bestenlisten (kein Scherz). Und mit dieser erbarmungslosen Mentalität, die ein Regimentskommandeur der Nationalen Volksarmee an den Tag legt, wurde mein Vater erzogen.

Aber auch meine Großmutter machte es meinem Vater nicht gerade leicht. Wie es mein Vater ohne größeren psychischen Schaden durch diese Erziehung gebracht hat, ist echt ein Wunder.

6. Das Gute in Deinem Vater

Und dafür bewundere ich ihn. Mein Vater hat es geschafft, seine eigene Erziehung so aufzuarbeiten, dass er diese nicht in der gleichen Form an seine Kinder weitergegeben hat. Ok. Er hat mich ausgelacht. Er hat mich manchmal geschüttelt. Und er hat mir 100 Mal gesagt, was ich alles nicht kann, bevor auch nur einmal ein Lob über seine Lippen kam. Aber er hat mich nie erbarmungslos zur Leistung getrimmt und er hat mich auch nie geschlagen.

Mein Vater brachte mir sogar allerhand bei.

  • Wir gingen oft in den Wald und er zeigte mir, wie ich in der Natur überleben kann.
  • Ich bin heute nur deswegen handwerklich sehr begabt, weil ich und mein Vater zusammen viele Bauprojekte umsetzten.
  • Und in vielen Gesprächen lehrte er mich, die Psyche des Menschens bis ins kleinste Detail zu verstehen.

Okay, mein Vater hat einiges richtig verkorkst. Aber wer sagt, dass an Väter der Anspruch der Perfektion gestellt werden sollte? Als ich mich näher mit meinem Vater, seinen Verfehlungen und seinen Stärken beschäftigte, gewann ich ein ganz neues Bild von ihm. Er wurde vom Arschloch, welches ich nach Anerkennung anbettelte, zu einem Mann auf Augenhöhe.

Wenn ich heute an meinen Vater denke, sehe ich einen Mann vor mir, der mir vieles über die Welt beibrachte. Ich sehe Radtouren, Wanderungen und tiefe Gespräche vor mir. Der Typ hat es zwar immer noch nicht geschafft, mir zu sagen: „Mein Sohn, ich bin stolz auf dich.“ Aber Hey! Niemand ist perfekt. Und ich weiß ganz genau, was ich mit meinen Kindern anders machen werde!

7. Warum dieser Prozess auch Dich betrifft

Ich hasse meinen Vater - Und auch Du

So verpasst du keines unserer täglichen Videos mehr. Klicke auf den roten YouTube-Button, um Männlichkeit stärken zu abonnieren:

Männlichkeit stärken auf YouTube abbonieren - hier klicken

8. Was Du jetzt machen kannst

Du wirst Dein eigenes Leben erst vollkommen frei leben können, wenn Du Deinem Vater für die Scheiße (und sei es noch so viel oder noch so wenig) verziehen hast. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass das nicht unbedingt einfach ist. Aber Du kannst Dich entscheiden.

Möglichkeit A – Du hasst Deinen Vater und Du bleibst auch dabei

In diesem Fall wirst Du nie wirklich frei sein. Ja, Du hast den Vorteil, dass Du Deinen Vater für alles verantwortlich machen kannst, was in Deinem Leben nicht so läuft. Das ist der einfache Weg.

Aber dann wirst Du auch immer mit den Konsequenzen einer psychischen Abhängigkeit leben müssen. Auch wenn sich die Symptome der psychischen Abhängigkeit von Fall zu Fall unterscheiden, sei Dir gewiss, sie beeinträchtigen Dein Leben extrem.

Möglichkeit B – Du bist bereit Deinem Vater zu verzeihen

Da hast Du nicht gerade den einfachsten Weg gewählt. Du hast aber den Weg gewählt, der langfristig zu einem bedeutend glücklicheren Leben führt.

Viele Menschen, die diesen Prozess durchschritten haben, erleben danach einen Grad der Freiheit, den sie nie für möglich gehalten hätten.

Wenn Du diesen Weg gehen willst, folge diesen Schritten:

  1. Treffe die Entscheidung, Deinem Vater zu verzeihen. Auch wenn es nur allein um Deiner selbst Willen ist. Erst wenn Du bereit bist, diese Entscheidung zu treffen, kannst Du all die alten Verstrickungen auflösen.
  2. Folge diesem Link und schreibe diese Briefe an Deinen Vater.
  3. Informiere Dich über die Vergangenheit. Finde heraus, wie Dein Vater aufgewachsen ist. Untersuche seine Motive und Prägungen. Warum ist er der Mensch geworden, der er heute ist? Und wie hat das Deine Erziehung geprägt? Am Einfachsten geht das in einem persönlichen Gespräch. Nach dem Schreiben der Briefe sollte dieses Gespräch auch um einiges einfacher für Dich sein. Wenn ein solches Gespräch nicht möglich ist, nutze alles, was Dir zur Verfügung steht (Großeltern, Mutter, Deine Erinnerung, Fotoalben, …).

9. Der abwesende Vater

Öfter als vielen lieb ist, war der Vater überhaupt nicht da. Diese Abwesenheit hinterlässt bei jedem Jungen tiefe Wunden. Auch hier kann der oben beschriebene Prozess wahre Wunder bewirken. Nur muss diesmal sehr viel mehr mit dem eigenen inneren Bild des Vaters gearbeitet werden. Wenn Du verstehst, was ich damit meine, kannst Du oben beschriebene Schritte auch alleine für Dich selbst gehen.

Ansonsten empfehle ich Dir bei diesem wichtigen Schritt eine professionelle Begleitung durch einen Coach. So oder so… es lohnt sich die alten Verstrickungen mit seinem Vater auflösen, um ihm endlich auf Augenhöhe zu begegnen und vollkommen frei zu sein. Wichtig ist, dass Du Dich mit Deinen Vater und dem Bild, welches Du von ihm hast, beschäftigst.

Ob er für Dich da war oder nicht, ob er ein guter Vater war oder nicht, er ist eine starke Figur in Deinem Leben und hat wie niemand anderes Dein Bild von Männern (und damit von Dir selbst) geprägt. Wenn Du wirklich frei sein willst, beschäftige Dich mit Deinen Prägungen aus der Kindheit. Das ist ein Prozess, der nicht von heute auf morgen stattfindet, sondern seine Zeit braucht. Um während dieser Zeit motiviert zu bleiben und immer wieder den einen oder anderen Denkanstoß zu bekommen, schreiben Martin und ich die kostenfreie Männlichkeits-Mail, wo du viele großartige Tipps bekommst, wie

  • Der 3-Schritte-Plan, wie du den bedürftigen Jungen in dir  für immer hinter dir lässt
  • Ein Perspektivwechsel, mit dem du dich auf Angst immer freuen kannst
  • Die 5 Stufen machtvollen Mann-Seins und
  • Das Mindset, selbstbestimmt deinen Weg als Mann zu gehen.

Trag dich dafür jetzt mit deiner E-Mail-Adresse ein und klicke auf: »Ja, ich bin dabei!«

21 Kommentar

  1. Hallo
    Ich bin Markus, bin 21 und Student.
    Mein Vater hat sich ähnlich zu deinem verhalten. Ich habe aber schon früh in der schule Lehrer gefunden, welche mir Anerkennung schenkten, weshalb ich immer gerne in die Schule ging. Dies hat sich also positiv auf meinen Leben ausgewirkt. Weshalb ich auch mittlerweile soweit bin ihm zu verzeihen, das Problem ist mit meinem Vater kann ich dennoch gar nicht reden.
    Lebe aufgrund meines Studiums und den Problemen zuhause wieder daheim und es ist schrecklich.
    Wie kann ich ihm nur begreiflich machen, dass ich nicht gegen ihn rede, er nennt es immer diskutieren. Dabei versuche ich jediglich ihn darauf hinzuweisen, dass er in manchen Themen viel zu sehr verallgemeinert und dabei schlecht über Menschen redet, die es nicht verdient haben. Jetzt konnte ich auch einfach drüber hören was er sagt, aber da wären wir wieder beim alten Muster gar nicht reden.
    Das schlimmste ist im Leben kann ich ohne Probleme sagen mein Vater ist mein größtes Vorbild, da er mir einfach so viel beigebracht hat und in manchen Bereichen echt bescheid weiß, allerdings ist das zwischenmenschliche nicht für ihn. Selbst als ich das meinem Vater sagte hat er mir einfach ins Gesicht gesagt, dass er mir das nicht abkauft.
    Ich hin eh nur verarschen will, wo ich mir denke: du arsch sowas denkt man sich nicht aus.
    Dazu muss ich sagen, dass ich immer Dinge so meine wie ich es sage, außer es handelt sich um ironie, welche man bei mir aber am grinsen oder lachen erkennt.

    Hoffe auf einen hilfreichen Tipp
    Mfg markus

    Ps sollten die Infos nicht reichen kann ich auch gerne mehr erzählen

    • Hey markus,
      es ist natürlich schwierig für mich von hier aus Tipps zu geben, die wirklich genau in deine Situation passen. Dafür sind die emotionalen, sozialen und erfahrenen Verstrickungen in aller Regel viel zu komplex. Nur soviel: Versuche in einem Band der Liebe mit deinem Vater verbunden zu bleiben OHNE ihn von deiner Meinung überzeugen zu müssen.

      Schau, anscheinend hat er ein paar Strategien für sein Leben gefunden, die ihm das Leben lebenswert machen. Und selbst wenn deine Meinungen richtig sind, bedeuten sie vielleicht für ihn, dass er seine Lebensstrategien verändern muss – was er nicht möchte.
      Mit anderen Worten: Du versuchst ihm vielleicht etwas über zu streifen, was er nicht haben mag. Lerne auch diesen Teil von ihm zu schätzen.
      Sätze wie: “Papa, ich hab dich echt lieb und habe viel von dir gelernt. Und in diesem Fall sind wir unterschiedlicher Meinung – PUNKT” können sehr klärend, wertschätzend und beruhigend für alle Parteien sein.
      Lerne deinen Vater auch mit seinen Fehler zu lieben, ihn den Freiraum zu schenken, dass er sich entwickeln darf (wenn er das möchte) und ihn trotzdem gern zu haben, wenn er so bleiben mag, wie er ist. Vergiss nicht, in aller Regel agieren die Eltern aus positiver Absicht.
      Dass du auf einem anderen Stand der Entwicklung bist, zeigt nur, dass sie ihren Job eventuell gut gemacht haben 🙂

  2. Hi
    Ich hasse mein Vater wie die Pest! In meinen augen ist er nicht mein Vater sondern ein NIEMAND! er ist zwar nicht handgeiflich aber sehr agressiv & ich halte es mit ihm nicht mehr aus ich HASSE ihn und wünsche mir das er endlich STIBRT, weil ich da weiss wie leicht mein leben sein wird wenn er endlich weg ist!

    • Deine Zeilen berühren mich, weil ich die ganze Trauer hinter deinem Hass lese… und damit spüre, sehe und höre.

  3. Hallo
    Ich bin 18 Jahre alt und habe sehr ähnliche Probleme wie du. Ich hasse meinen Vater, seitdem ich mich überhaupt an irgendetwas erinnern kann… die meisten Gespräche endeten immer mit wutentbrannten heraus stürmen aus dem zimmer. Ab meinem 14 Lebensjahr habe ich gemerkt, dass dies nicht viel weiterhilft also hab ich angefangen meinen Vater zu meiden, Gespräche zu ignorieren und von Streitigkeiten einfach zu flüchten. Als Kind wollte ich meinen Vater oft helfen doch immer wenn ich dies tat schreite mich mein Vater an, dass ich etwas falsch mache und dass ich nichts kann. Die Lebenssituation war wie gesagt, deiner ähnlich. Nur ein wichtiger Punkt kam noch dazu…. mein Vater lernte mir nie etwas. Er brachte mir nie bei wie man zum Beispiel etwas repariert oder wie man seine Steuern bezahlt. Ich besuche zur Zeit die elfte Klasse, doch mir fehlt es an dem Nötigen Grundwissen, dass ich nie beigebracht bekommen habe. Sogar wenn ich meinen Vater fragte, wie etwas funktioniert oder einfach nur allgemeine Fragen zu einem Thema, bekam ich nie eine richtige Antwort sondern nur ein: “Das solltest du aber wissen” oder: “Find das doch selber raus”. Bis heute gebe ich meinen Vater schuld, dass ich nicht das Leben lebe was ich hätte leben können. Finanziele Unterstützung gab er mir auch nie, außer vielleicht es ging um wenige Schulsachen. Ich hoffe er wird irgendwann verstehen, dass er ein schlechter Vater war, denn ich will nicht aus seinem Leben gehen mit dem Gedanken, dass er alles richtig gemacht hätte.

    • Hey Sven, weiß du… Väter sind auch nur Menschen. Und es gibt tolle, hilfsbereite und herzliche Menschen… und es gibt jene die es nicht sind.

      Du bist mit deiner Geschichte nicht allein!

      Und wenn es nur die eine Sache ist, die dir dein Vater indirekt beibringt, dann vielleicht diese hier: “Nimm dein Leben selbst in die Hand. Mache dir deine eigenen Ziele. Lerne, was du brauchst, um deine Ziele zu erreichen. Und dann mache alles, was notwendig ist, um sie vollkommen zu leben!”

      Viele herzliche Grüße
      Sven

      P.S. kleine Empfehlung. Sobald du ausgezogen bist, kümmere dich um deine innere Beziehung zu deinem Vater. Hier ein paar Links, die dabei helfen können:

      https://www.maennlichkeit-staerken.de/mann-sein/vater-vaterthema-aufloesen-verdraengung/

      https://www.maennlichkeit-staerken.de/mann-sein/mein-vater/

  4. Hallo. Ich bin Mutter eines 10 Jährigen Sohnes und bin auch mit dem Vater zusammen. Mein Mann ist eigentlich ein toller Vater. Rangelt und spielt viel mit unserem Sohn. Eigentlich total toll.
    Nun neigt unser Sohn dazu immer gewinnen zu wollen und schummelt, oder lügt auch zum Teil um sich einen Vorteil zu verschaffen.
    Mein Mann reagiert in solchen Situationen manchmal so, dass er unser Kind als Arsch, oder auch dumm bezeichnet, wenn er so agiert.
    Mir tut das immer in der Seele weh. Ich verstehe ja, dass er dem Jungen sagen will, dass das nicht okay ist. Aber mit dieser Wortwahl? Es ist ja nunmal ein Kind und klar muss er lernen, dass das so nicht geht und wenn ich dann sage, dass er (mein Mann) ja recht hat, aber doch bitte andere Worte wählen soll, sagt er das unser Kind das nur so verstehen wird und andere Worte, wie zum Beispiel , dass es zum Beispiel fies ist es nicht besser macht. Hoffe man versteht was ich meine.
    Jedenfalls bin ich grade etwas ratlos, wie ich agieren soll. Kindheit meines Mannes war auch nicht die Beste muss ich dazu sagen. Werde nur verhöhnt, wenn ich ihn drauf anspreche. Ich finde schon, dass es evtl auch daher rührt.
    Und wie gesagt, ansonsten ein toller Vater. Kein erheben der Hand. Aber verbal kann halt trotzdem weh tun. Ich will halt nicht, dass es zu solch einem Hass kommt.
    Vielleicht gibt es ja das ein oder andere Wort dazu.
    Sorry für den langen Text

    • Natürlich hinterlassen solche Worte Wunden bei unseren Kindern. Und es ehrt dich, dass du deinen Jungen davor bewahren will.

      UND

      Dein Junge kommt langsam in die Pubertät. Er wird euch aber gerade seinen Vater immer wieder herausfordern und seine Grenzen austesten. Und da kann es von Vorteil führ sein, wenn ihm klare Grenzen gezeigt werden. Natürlich hat die von dir beschriebene Art seine Nebenwirkungen. Aber lehne dich ruhig etwas zurück. Die Grobheit der männlichen Art ist nicht immer gut. Aber ohne sie würde dein Sohn später keine Orientierung im Leben finden.

      Soviel kann ich aus der Ferndiagnose ohne jemanden zu kennen erstmal sagen 🙂

      Ich empfehle dir das Hörbuch “The Male Brain” Ist von einer Frau verfasst, die sehr wissenschaftlich und sehr Lösungsorientierung das männlichen Gehirn erforscht hat. http://amzn.to/2xE2t8w

  5. Mein Vater hat eine hässliche Wortwahl ich wurde schon oft als gestört oder Wichser beschimpft. Ich lebe schon viel zulange zuhause was auch daran liegt das ich krank bin keine freunde deswegen habe. Ich werde wegen Kleinigkeiten beschimpft so auf die tour du bekommst dein leben sowieso nicht mehr auf die reihe. Das lasse ich mir 3-4 Mal hintereinander gefallen dann kommt es zum streit jeder von uns will gewinnen, aber ich bin der Meinung das man jemanden nur aus Langeweile heraus, weil irgendwas nicht stimmte gleich beschimpft. In meiner Jugend war er oft handgreiflich hat mir einmal eine Platzwunde auf den Kopf geschlagen, mir ein stück Zahn herausgeschlagen. Um so mehr Umgang ich mit ihm habe um so wütender werde ich. Er kommt aus einem sozialen Brennpunkt, arbeitet auf dem bau als Vorarbeiter benimmt sich zu Hause wie an der Arbeit. Er hat mich als Kind so gemobbt als fette Sau das ich nicht mehr essen wollte fast verhungert wäre und Therapie machen musste. Mit ihm arbeiten ging nicht ich bin weggegangen wenn er beleidigend wurde ich überlege nur wie ich aus dieser Abhängigkeit von meinen Eltern wegkomme ohne auf der Straße zu landen ich bin seid Jahren nur noch alleine. Alles was ich wegen der Krankheit getan habe das bekomme ich zurück obwohl ich nichts dafür kann.

    • Hallo Hannes, hast du deinem Arzt schon mal deine Situation beschrieben? Mache das und frage ihm, ob er dir eine Überweisung für einen Psychotherapeuten geben kann.

      Psychotherapie ist keine Schande. Habe ich selber schon gemacht und dabei viel über meine Psyche herausgefunden.

      Der Psychotherapeut kennt sicher auch Möglichkeiten und Förderprogramme, mit denen du von zu “Hause” weg kommst. Weil ganz ehrlich: “Suche nach Möglichkeiten da raus zu kommen!!”

      Das ist mein Nummer1 Tipp!

      Viele herzliche Grüße
      Sven

      • Jennifer

        In Hannes Fall… ist wohl eher dem Vater eine langjährige Psychotherapie vom Gericht aufzuerlegen, nachdem er eine Freiheitsstrafe für körperliche, häusliche Gewalt gegenüber einem Schutzbedürftigen/Schutzbefohlenen verbüßt hat – und ganz gleich ob das Opfer volljährig ist oder nicht. In dem Fall wäre ebenfalls eine Unterlassungsklage gegen den Vater einzubringen – mit dem Verweis die ganze Familie unter staatlich soziale Beobachtung zu stellen. Wenn ich so etwas nur lese… Platzwunde am Kopf, ausgeschlagene Zähne – das ist schwere, physische Gewalt und einem solchen Typen gehört das “Handwerk” gelegt – und das wird den Richter oder die Richterin am Ende nicht sonderlich beeindrucken, dass der “Papa” eine schwere Kindheit hatte und Null Umgangsformen auf dem Bau mit nach Hause bringt. Das ist rohe physische Gewalt – und daran lässt sich leider überhaupt nichts beschönigen.

  6. Danke <3 bin 14 Jahre alt und meine Eltern haben sich getrennt als ich 3 war. Bin deswegen viel am nachdenken usw. Mein Vater sprach mir, soweit ich mich erinnern kann, noch nie ein Lob aus. Bin allg viel stiller geworden, seit seine Freundin, meinen Bruder und mich so runter macht. Aber wenn ich meinen Abschluss in der Schule geschafft hat, (was für mich persönlich sehr schwer ist) hoffe ich das er da sein wird und vllt auch ein Funken Stolz iwo bei ihm zu finden ist…

    • Hey Sophie! Hoffe darauf. Aber erwarte vielleicht auch, dass es nicht so kommt. Wichtig … und das wirst du mit der Zeit immer mehr verstehen … ist, dass du dir selbst die Anerkennung aussprichst, die du dir von deinen Vater wünscht. Und dass du dich mit Freunden umgibst, die diese Anerkennung aussprechen 🙂

  7. Hallo…
    Das wird ein Meilenstein für mich sein, dies zu schreiben aber ich bin momentan echt verzweifelt…
    Mein Vater hat es mir nie leicht gemacht. Ich Verstehe ihn überhaupt nicht, egal wie ich es versuche es klappt nicht und das macht mich fertig. Nun ist es so, das ich ihn abgrundtief Hasse. Meine Eltern trennten sich als ich 3war, meine Mutter war als ich 3/4 Jahre alt war im Knast (den wahren Grund kenne ich nicht, jeder Sagte mir was anderes) und mein Vater ließ mich bei ihm wohnen. Er war ein scheiß Vater, aber es gab auch mal gute Tage vielleicht 2-6mal pro Jahr wenn ich etwas übertreiben darf. Mein Vater behandelte mich fast wie ein Hund. Ich ging Tag und Nacht mit ihm in seinen Casinos wenn er auf seinen eigenen Laden musste. (Und das kam zu oft vor) Wenn er dort Arbeitete, musste ich entweder im Auto sitzen bleiben und schlafen oder ich musste malen. Ich durfte nie etwas sagen ich musste immer still sein. Das war sooo langweilig, aber trotzdem machte ich was er sagte obwohl ich lieber Spielen wollte. Dann kommen seine Geldgeschäfte dazu (evt.auch was mit drogen) wo ich meistens dabei war und dort musste ich auch muksmausestill sein, sonst gab es ärger. Ich bin darauf so sauer, weil ich mich noch dran erinnern kann das ich auf den Boden liegen musste weil es keine weiteren Stühle im Casino seiner “Kumpels” gab.
    So lief es die ganzen Jahre bis ich 6 wurde. In der 1.klasse wurde ich auffällig und wurde in die Psychiatrie gesteckt. Anfang 2 klasse kam ich zur förderschule für emotionale und Soziale Entwicklung. Pff ich war dort das einzigste Mädchen und wurde direkt vom ersten Tag immer gehänselt. Ich konnte mich noch nie wirklich wehren, ich bin einfach zu schwach… immer wieder kam es zu Psychatrie Aufenthalte die mir absolut nichts brachten. Zu der Zeit wünschte ich mir eine Mama, sehnlichst, und mein Vater machte sich aif der suche und traf sich mit vielen Frauen. Eine darunter wollte ich als Mama haben weil sie so lieb zu mir war ich liebte sie wirklich von Anfang an. Nur leider wollte mein Vater sie nicht, da sie Krebs hatte. Er fand eine Frau, die mir von anfang an komisch vorkam. Ich habe nur aus Liebe irgendwie zu meinem Vater zugestimmt das ich sie als “Mama” haben möchte. Zwei Jahre!! Ging alles gut wir verstanden uns aber dann!!! Dann kam ihr wahres Gesicht zum Vorschein und das von meinem Vater gleich mit. Wenn ich nicht das machte was sie mir sagten wie zb. Zimmer aufräumen, wurde ich mit Beschimpfungen, Schläge und Verbote bestraft. Es wurde immer und immer schlimmer ich beschimpfte sie, machte Sachen kaputt um einfach mal zu zeigen das ich Liebe bekommen wollte. Seine Lebensgefährtin provozierte mich dann oft, und ließ es drauf ankommen das ich ausraste, damit sie mich schlagen konnte. (Ihr Anfgriffszeichen war “ja watt den ja watt denn” wenn ich so ein Satz höre bin ich kurz davor mich zu wehren und zuzuschlagen)
    Manchmal bekam es mein Vater mit, dann schickte er sie weg und hat mich selber verhauen und ließ mich zurück.
    Es lief zuhause schlecht und in der Schule. Mit anfang der 5.Klasse bekam ich schulangst wegen der Jungs. Auch da bedrängten die mich beleidigten mich und lachten mich immer aus wenn ich was falsches sagte. Kein Lehrer hat sich wirklich darum gekümmert.
    Seit ich 12 bin, war ich in verschiedenen Wohngruppen und auch dort wollte mich niemand haben weil ich so schwierig bin und mich nicht Therapieren lasse. Wenn ich rausgeworfen worden bin landete ich immer wieder bei meinem Vater und seiner Lebensgefährtin was ich echt nie aushielt. Den Kontakt zu anderen Menschen hab ich immer misstraut und hatte nie Freunde. Ich hatte immer nur falsche “Freunde”.Ich ging nie raus.
    Nun bin ich mittlerweile fast 19, hab keinen Abschluss durch meine schulangst und die Jugendhilfe habe ich abgebrochen weil es nie was gebracht hat.
    Mittlerweile bin ich im Schwarzen Loch gefallen, gehe kaum raus nur zum einkaufen oder mal um Termine war zunehmen, weshalb ich viel über meine Vergangenheit nachdenke.
    Zu meinem achsotollen Vater habe ich keinen Kontakt mehr, eigentlich bin ich froh darum weil ich ihn absolut nicht verstehen kann. Er hat mich nie geliebt mich nie für etwas gelobt, oder mir
    Etwas beigebracht. Ich bin so fertig darüber ich will ihn am liebsten so schlimm verletzen so wie er es mir beigebracht hat aber egal was ich sagte egal was ich schrieb es hat ihn nicht gejuckt. Es juckt ihn einfach nicht! Er hat sich nie für etwas entschuldigt oder ist auf mich zugegangen nie immer war ich diejenige die das machen musste…Es tut einfach so verdammt weh das ich mich verzweifelt nach einer Familie bzw Vater sehne der mich Respektiert so wie ich bin und mich versteht, oder einfach jemand habe mit dem ich schreiben kann und der mir einfach nur Zuhört.
    Das alles blockiert meinen Weg in die richtige Richtung und ich weiß einfach nicht mehr weiter denn ich hatte niemand der mich mochte oder dem ich vertrauen konnte…

    • Hey,

      ich finde es super, dass du den Mut und die Kraft genommen hast, diese Zeilen nieder zu schreiben. Nicht, damit ich sie lesen kann, sondern damit dein Inneres Gehört erfährt.

      Danke dafür!

      Vermutlich wirst du selbst wissen, dass ich dir hier kein Wundermittel oder “den einen Trick” verraten kann, mit denen sich all deine Probleme in Luft auflösen werden. Nein, um den Frieden mit dir und deiner Vergangenheit zu finden, braucht es schon ein wenig mehr.

      Mein Rat an dich: suche dir professionelle Hilfe. Ich weiß, dass du schon einiges durch hast, aber mach weiter.
      Bleib dran und mache weiter. Suche dir eine gute Psychologin, eine Selbsthilfegruppe oder eine Frauengruppe, in der du die Möglichkeit hast, über dich, deine Vergangenheit und dein Leben zu reden.

      Wo du Gehör findest und im Kreise von Menschen, welche dir Zuhören, Heilung erfährst. Das können wir dir nicht bieten. Wir können dir lediglich Inspirationen und lieb gemeinte Ratschläge bieten.

      Und ich weiß, dass dieser Weg schwierig und schmerzhaft ist. Nicht immer und vor allem nicht FÜR immer. Aber zu Beginn. Ich bitte dich, vertrauen zu schenken den Menschen, denen du begegnest. Auch das wird dir wahrscheinlich nicht leicht fallen, aber es ist ein wichtiger Schritt zur Heilung.

      Leg los. Geh wieder raus, suche im Internet nach Psychologen in deiner Umgebung. Gehe dort hin, frage sie nach Therapieräumen. Frage nach Gruppentherapien und was du machen musst, um in solch eine Gruppe zu kommen. Und dann mache das!

      Frage nach Selbsthilfegruppe und nach reinen Frauengruppen.

      Erzähle dort von deinem Leben und nehme ihren Rat und Hilfe an. Habe den Mut, dein altes Leben hinter dir zu lassen und mit neuen Impulsen einen neuen Pfad einzuschlagen.

      Du brauchst keinen Vater, der dich bestätigt, keine Mutter, die dich liebt. All diese Dinge findest du auch in den Menschen in deiner Umgebug UND vor allem in dir selbst.

      Wir wünschen dir auf diesem Wege alles gute und viel Heilung. Ich verspreche dir, im Verlaufe dieses Weges wird dir ein “Ich” begegnen, von dem du heute noch gar nicht weißt, dass dieser Mensch in dir ruht. So tragisch deine Lebensgeschichte auch ist, so steckt auch sehr viel Kraft in ihr, wenn du den emotionalen Ballast erst abgeworfen hast.

      Also: Leg los, suche dir Hilfe und öffne eine neues Kapitel im Leben – in deinem Leben!

      Herzlichst
      Martin

  8. An alle die meinen, man könnte durch Briefe sein Verhältnis zum Erzeuger verbessern… ich habe Briefe geschrieben, habe eine glückliche Beziehung geopfert, habe zig Reisen nach England, Südfrankreich, Italien organsiert (weil ER das alleine nicht mehr bewältigen konnte), habe 10 Jahre in seiner Firma Tag und Nacht geschuftet, habe mit IHM Klöster und Gottestdienste zB in Como (das ist 1300km von unserem Wohnort entfernt) besucht, habe ihn auf Wandertouren mitgenommen… und gestern kriege ich zu hören, wie undankbar ich doch bin, mich jeden Tag in seiner Firma abrackern zu dürfen…..
    Es gibt VÄTER die sind und BLEIBEN Arschlöcher….

    • Hey Hauke, wie schade und zugleich schön deine Worte zu lesen. Ich bin beeindruckt, was du alles für deinen Vater und die Beziehung zu ihm investiert hast. Wirklich Respekt.
      Und ja, du hast Recht. Es gibt Väter, die verhalten sich eben wie Arschlöscher. So wie es Menschen gibt, die einfach ein scheiß Verhalten an den Tag legen.
      Es geht bei dem Brief auch nicht darum, deinen Vater bedingungslos zu lieben oder seine Art lieben zu lernen. Es geht darum, deine innere Einstellung zu ihm zu klären – vielleicht sogar zu heilen.
      Mein Vater hat sich nach den Briefen nicht geändert, aber in mir fühle ich mehr Verständnis und Liebe für ihn. Und dieses Gefühl in deinem Inneren – darum geht es!

  9. Leute? Mir geht es ähnlich!

    Seit dem ich 13 Jahre alt war ist die “Beziehung” schlecht, bzw. nicht vorhanden. Ich wurde Jahre lang psychisch und physisch misshandelt und gedemütigt. Ich wurde verspottet und mundtot gemacht. Dadurch wurde ich schwer depressiv. In einer Therapie habe ich vieles aufgearbeitet. Mir wurde gezeigt wie ich Einfluss auf meine Gedanken bekam. Ich verstehe heute das es an seiner eigenen Kindheit und seinem begrenzten Verstand lag. Nach wie vor diskreditiert er mich. Mir fremde Leute sind böswillig zu mir, nur weil mein Vater Lügen über mich erzählt. Es gab Zeiten, an dem ich ihn verfluchte, allein weil ich auf die Welt gekommen war. Es hat so viel Energie gekostet diese Probleme zu bewältigen und dieses Leid zu ertragen. Den Kontakt abzubrechen und ein selbstbestimmtes Leben zu führen gibt Hoffnung. Dem Vater zu verzeihen ist nicht einfach und wird auch noch einige Zeit benötigen. Wenn ihm irgendwann Klar wird, was er alles getan (falsch oder nicht getan) hat, wird es zu spät sein.
    Manchmal tröste ich mich mit dem Gedanken, dass er sein Leben lang ein Gefangener seiner selbst bleiben wird und sich nicht entwickeln kann. Das ist sein Schicksal!

    Ist bestimmt schön wenn man an sein Vater denkt und da nichts negatives gefühlt wird. Momentan leide ich aber ab und an noch an dem Vater-Tourette-Syndrom – wie ich es nennen will. “Dieser verfluchte erbärmliche Missgeburt Hundesohn-Arschloch-Penner”

    Ich wünsche jedem von uns, dass er es schafft mit der Vergangenheit abzuschließen.

    • Mach weiter Philipp, du bist auf einem guten Weg! Kopf hoch! Und ja, zu erkennen, wie er sich selbst die ganze Zeit im Weg stand und dass du aus diesem Gefängnis ausbrechen kannst, ist ein guter Schritt in Richtung Verzeihen sowie persönliche Entwicklung!

  10. Hallo Sven,
    auch wenn ich in Ansätzen deine Emotionen nachvollziehen kann: Du solltest UM DEINER SELBST WILLEN deinen Vater (die Mutter natürlich auch) ehren. Wenn das nicht möglich ist, halt eben Abstand und leb dein eigenes Leben. Aber mit dieser Tirade schiesst du dir echt selbst ins Bein. Nimm es als guten Rat von einem Unbekannten, denk drüber nach, so, wie ich den ein oder anderen Tip von dir zumindest für überdenkenswert halte.

Schreibe einen Kommentar