Häuptlingsfaktor 100.000

Für mehr Attraktivität, beruflichen und gesellschaftlichen Erfolg

Nahezu jeder Mensch wünscht sich, attraktiver, respektierter und einflussreicher zu sein – sei es privat, gegenüber dem anderen Geschlecht oder am Arbeitsplatz. Das Leben wird leichter, reicher und freudvoller, wenn dieser Dreiklang gegeben ist. Der Weg dorthin ist für viele jedoch ein Buch mit sieben Siegeln. Wir stellen dir das Häuptlingsfaktor-Prinzip vor, mit dem du das Geheimnis von mehr Attraktivität, Respekt und E­­­­influss lüftest.

 Hinweis: Wenn du von diesem Artikel wirklich etwas mitnehmen möchtest, schnappe dir jetzt ein Blatt Papier und einen Stift. 

Kürzlich erzählte mir meine Friseurin von zwei Erfahrungen mit Männern, mit sehr reichen Männern. Der eine war ein Scheich aus Dubai, der andere ein Millionär aus Berlin. Der Scheich kontaktierte sie über die sozialen Medien und versuchte mit allerlei verführerischen Angeboten, bei ihr zu landen – natürlich auch mit der Aussicht auf viel Geld (20 T€ für einen Abend).

Der Berliner Millionär war etwas subtiler, spendierte viele Runden mit alkoholischen Getränken, um nach Verlust der Fahrtüchtigkeit dann eine Übernachtung in seinem Hotelzimmer anzubieten. Und beiden hat die attraktive Friseurin einen Laufpass erteilt. Wieso? Geld hatten doch beide mehr als genug. Nur – Geld allein wirkt bei Frauen genauso wenig, wie ein guter Anzug allein dich nicht zum Geschäftsmann macht.

Beide Männer hatten nämlich etwas ganz anderes zu wenig: den Häuptlingsfaktor. Auf einer Skala von 1 bis 10 kamen diese beiden geldschweren Herren maximal auf eine 2 oder 3 und waren damit UNATTRAKTIV für die attraktive junge Dame.

Wie steht es um deinen Häuptlingsfaktor?

Was ist nun der Häuptlingsfaktor?

Der Häuptling ist ein Mensch, der auf der Wertschätzungs-, Respekt- und Attraktivitäts-Skala ganz weit oben steht. Eine Person also, die wertgeschätzt und respektiert wird und in der Regel die Leitungsaufgaben in einer sozialen Gruppe innehat.

Auf der anderen Seite, am unteren Ende der Skala, steht entweder das junge Kind oder der Knecht, der Sklave, der Geringste im Team (im Stamm, im Club), also jemand, der anderen folgt und keinerlei Ansehen oder Einfluss genießt. Bei den Pinguinen wird beispielsweise der Pinguin mit dem geringsten H-Faktor im Frühjahr ins auftauende Wasser geschmissen, um zu testen, ob die Orkas noch da sind – jedes Jahr geschieht das aufs Neue. Was denkst Du, weshalb wird gerade der mit dem niedrigsten H-Faktor von der Gruppe ausgewählt?

Diese Rangordnung, auch Hackordnung oder Status-Skala genannt, gibt es überall dort, wo Menschen (und Tiere) zusammen kommen und eine gewisse Zeit miteinander verbringen. Als „Herdenwesen“ brauchen wir anscheinend eine solche gesellschaftliche Struktur. Und die ergibtauch Sinn, damit in der Gruppe das vorhandene Synergie-Potential ausgeschöpft wird und die Gruppe zusammen Aufgaben meistert, die einer alleine nie schaffen würde.

Aufgaben wie zum Beispiel ein großes Gebäude zu errichten oder all die Waren und Gegenstände herzustellen, die wir brauchen oder haben wollen – oder einfach nur die Selbstverteidigung. Denn wie willst du dich alleine in der freien Wildbahn 24 Stunden selbst beschützen? Auch das gelingt am besten in der Gruppe. Fakt: wo sich eine Gruppe bildet, wird auch immer ein Häuptling, ein Leiter, ein Sprachführer bestimmt – öffentlich oder unbewusst verdeckt. Es folgen dann die Rangniederen und schließlich die Ranguntersten.

Konsequenzen

Was genau bedeutet das für das Mann Sein?

Nun – diese Phänomene spielen sich auch zwischen Männern ab. Und zwar im gesamten Leben in nahezu allen Lebensbereichen, beruflich, privat, sportlich, in der Gemeinde, im Urlaub – überall entstehen Gruppen, in denen sich ein jeder einordnet oder eingeordnet wird.

Und dieses Einordnen geschieht vermutlich ebenso lange, wie man lebt und Teil einer oder mehrerer Gruppen ist. An dieser Stelle bitte ich dich, diese Fragen für dich selbst zu beantworten:

  • Wo werde ich als Mann überwiegend gegenwärtig eingeordnet?
  • Und will ich, dass das auch in der Zukunft so bleibt?
  • Wenn nicht, wo will ich dann eingeordnet werden?

Die gute Nachricht lautet:

 Du kannst deine zukünftige Positionierung heute selbst entscheiden! 

Denn früher wurdest du meist in feste Strukturen als Bauer, als Bettler, als Edelmann hinein geboren. Heute kannst du dich durch Wechsel des Ortes oder der Gemeinschaft immer wieder neu positionieren, also von „vorne“ anfangen und es besser machen. Du könntest auch selbst eine neue Gemeinschaft, einen Verein, eine Interessensgruppe oder eine Firma gründen.

Oder du gehst den einfachen Weg, andere diese Entscheidung treffen zu lassen. Zumeist sind diese Entscheidungen dann aber zu deren Vorteil, nicht zu deinem.

Was hast Du für Vorteile davon?

Was wären aber die Vorteile, wenn es dir selbst gelänge, deinen Häuptlingsfaktor zu beeinflussen, in deinen Gruppen mehr und mehr in den oberen Rang eingestuft zu werden? Was würde sich in deinem Leben ändern, wenn du sogar gebeten wirst, in einer Gruppe die Führung (als Häuptling, also das Oberhaupt der Gemeinschaft) zu übernehmen?

Wäre das interessant für dich?

Wie du siehst, bringt die Führungsrolle eines „Häuptlings“ eine ganze Reihe attraktiver Vorteile mit sich. Diese gibt es aber weder geschenkt noch umsonst, sondern sind zweck- und bedingungsgebunden.

Folglich können wir sagen, dass du den Status eines „Häuptlings“ nur erreichen kannst, wenn du einige ganz bestimmte Kriterien erfüllst. Und diese Kriterien werden wir im Folgenden nacheinander betrachten und analysieren. Dazu gebe ich einige Übungen sowie Ratschläge, wie du die Häuptlings-Kriterien selbst erfüllen kannst – sofern bei dir das Interesse vorhanden ist, selbst auf der Rangleiter nach oben zu steigen. Sei es, um in Männergruppen mehr Akzeptanz und Respekt zu bekommen, sei es, um bei Frauen insgesamt attraktiver zu wirken – oder auch dann, wenn du nicht mehr gemobbt, herumgeschubst oder übersehen werden willst.

Steigerungswege – Wie lässt sich dein persönlicher Häuptlingsfaktor steigern?

Regeln zur Steigerung Deines Häuptlings-Faktors:

  1. Sei aufmerksamund interessiere dich für andere.
  2. Werde (wieder) offener und vorurteilsfreier anderen gegenüber
  3. Werde „machtvoller“.
  4. Werde beliebter.
  5. Werbe vorbildlicher.

I.) Werde aufmerksamer und interessiere dich für andere

 „Du bist anderen Menschen solange egal, bis sie wissen, dass sie dir nicht egal sind.“ (Daniel Schäfer) 

In diesem Zitat steckt eine Menge Wahrheit für den Häuptlingsfaktor– denn wer seine Mitmenschen nicht kennt, weiß weder, wer diese Persönlichkeiten sind, noch weiß er, welche Probleme, Wünsche und Bedürfnisse sie haben. Und wenn du diese nicht kennst, wissen deine Mitmenschen wiederum, dass du ihre Interessen gar nicht vertreten kannst.

Ein Beispiel: Was passiert, wenn du dennoch die „Frechheit“ besitzt, diesen Menschen gegenüber in eine Führungsposition gesetzt zu werden, kannst du dir ausmalen: Rebellion. Schließlich hast du dich (bisher) nicht für deine Mannschaft, dein Team, deinen Club oder Stamm interessiert.

Auf unseren Survival-Camps trainieren wir unter anderem auch Führungsverhalten und soziale Kompetenzen. Immer wieder ist es interessant zu beobachten, wie die Gruppe entscheidet, wer das Team als nächstes führen soll. Bei einem Camp geschah Folgendes:

Der Trainer stellte der Gruppe eine Aufgabe. Nun sollten sich freiwillige Führungskräfte melden, um die Gruppe durch die Aufgabe zu führen. Es meldeten sich drei Teilnehmer, einer davon war Paul. Anschließend stimmte die Gruppe ab – und zwar gegen Paul für einen anderen. Das wiederholte sich im Laufe des Survival-Camps ein zweites und auch noch ein drittes Mal –Paul wurde nie zum Leiter gewählt. Warum?

Weil die Gruppe ihn nicht akzeptierte und ihn als Leiter nicht attraktiv fand. Denn Paul interessierte sich nur für sich selbst und seine eigenen Ideen. Es war für alle intuitiv erkennbar, dass Paul nur scharf darauf war, die Position des Leiters innezuhaben, anstatt tatsächlich der Gruppe zu dienen.

Bevor du führen möchtest, stelle sicher, dass du die Menschen und deren Bedürfnisse kennst. Wenn diese Menschen wissen, dass du dich für sie interessierst und sie kennst, dann akzeptiert dich die Gruppe auch.

Aufgabe:  Bitte bewerten nun selbst, wie interessiert du tatsächlich an anderen Menschen bist. Die Zehn steht dabei für hohes Interesse, die Eins für wenig bis kein Interesse an andere Menschen. Notiere dir nun deine Zahl auf einem Blatt Papier.

II.) Werde „offener“ und frei von (Vor-)Urteilen

Jeder von uns hat gute und schlechte Erfahrungen mit anderen Menschen gemacht. Die einen mehr, die anderen weniger. Und grundsätzlich ist es eine gute Vorrichtung im Gehirn, sich nicht immer wieder von den gleichen Menschen betrügen, belügen oder bestehlen zu lassen.

Nur die „Fehlfunktion“ ist folgende: wenn ein Tiger dich angreift, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass von einem anderen Tiger eine ähnliche Gefahr ausgeht – daher ist die Verallgemeinerung, die Generalisierung oder auch Pauschalisierung sinnvoll: Tiger sind gefährlich. Sind es aber menschlichen Gruppen wie im Folgebeispiel, dann wird es knifflig: Anna B. gab auf einer Diskussionsrunde zu bedenken, dass alle Zigeuner kriminell sind. Auf die Frage, woher sie das hat, meinte sie, das habe ihr ihre Großmutter immer gesagt, weil bei dieser jemand im Dorf von Zigeunern ausgeraubt wurde – anfangs des 20. Jahrhunderts. Sicherlich ist das ein extremes Beispiel, dafür aber wahr.

Diese Verallgemeinerung wirkte sogar ohne eigene Erfahrung, sondern durch Weitergabe über Generationen. So empfangen wir andere Meinungen und Überzeugungen. Und diese können uns daran hindern, uns frei von (Vor-)Urteilen anderen gegenüber zu öffnen. Was nützt dann das beste Interesse an anderen, wenn wir uns doch selbst schützen, verschließen und unser Körper genau diese Symptome zeigt: Selbstschutz, Ablehnung, Abweisung, Geringschätzung und vielleicht sogar ein wenig Arroganz.

Aufgabe: Bitte bewerten nun selbst, wie offen du tatsächlich gegenüber anderen Menschen bist. Die Zehn steht dabei für nahezu vorurteilsfreie Offenheit, die Eins für wenig bis keine Offenheit und viele Vorbehalte und Vorurteile gegenüber Menschen. Notiere dir nun deine Zahl auf einem Blatt Papier und multipliziere sie mit dem Ergebnis aus Kapitel I (Beispiel: Ergebnis Kapitel I = 7, Ergebnis Kapitel II = 5, Gesamtergebnis = 7 x 5 = 35) .

III.) Werde „machtvoller“ und lerne täglich dazu

Zunächst einmal betrachten wir das Wort „Macht“ näher und stellen fest, dass es vom Verb „machen“ kommt. Etwas oder gar viel „machen zu können“, scheint sich im Begriff „MACHT haben“ auszudrücken. Sicherlich gibt es noch die Einsetzung in ein Amt, mit dem Macht verbunden ist. Aber hier es geht mehr um die individuelle Macht eines Mannes, der entweder wenig machen kann und dann auch weniger Macht hat, oder dem, der viel „machen kann“ – auch unter Einbindung und Organisation anderer Menschen und anderer Ressourcen.

Selbst wenn 10 Menschen in das gleiche „Amt“ eingesetzt werden, wären Sie dennoch unterschiedlich machtvoll und wirksam, weil die individuelle Macht darüber entscheidet, was „man“ mit dieser „Amts-Macht“ machen kann. Und jeder Mann ist auf einer Macht-Skala von 1 bis 10 an einem anderen Punkt der Entwicklung. Einige können mehr machen, mehr bewegen, mehr Einfluss geltend machen, andere weniger. Ist das nun Zufall oder lässt es sich ändern?

Schauen wir uns Bernd an: Bernd hat sich über einen längeren Zeitraum in einem Wirtschaftsverein engagiert, heute ist er im Vorstand. Nun kann er bei der Politik vorsprechen, zu Debatten laden und in persönlichen Gesprächen Politiker und Funktionäre kennen lernen, diese informieren und Petitionen starten. Bernd verfügt über einen Kreis von Schlüsselpersonen, die wiederum über sehr gute Kontakte und Informationen verfügen.

Dann betrachten wir uns noch Bernds alten Klassenkameraden Klaus. Er schaut oft Fernsehen und geht regelmäßig zu Hertha BSC, um anschließend den Sieg oder die Niederlage zu begießen – mit Gleichgesinnten, die sich ebenfalls „ablenken“ oder die Zeit „vertreiben“. Nun hat ein entferntes Familienmitglied ein regionales Problem mit einer Behörde. Was denkst du, wer kann diesem Familienmitglied eher helfen: Bernd oder Klaus?

Bernd bildet sich ständig weiter, liest täglich, arbeitet daran, Ängste und begrenzende Glaubenssätze zu beseitigen; er besucht Seminare für Kommunikation, Verkauf und Führung und ist Mitglied bei einem Rhetorik-Club. Klaus hingegen liest täglich BILD und B.Z., schaut Daily Soaps und weiß tagesgenau, wie die Bundesliga- und Champions-League-Rangliste aussieht.

Bei beiden wird eine gut bezahlte Führungsposition im Unternehmen frei. Was denkst du, wer diese bekommt, wenn hierfür eine entwickelte Persönlichkeit mit sozialen und kommunikativen Kompetenzen erforderlich ist?

Du hast es sicherlich schon bemerkt: Machtvoller wird der, der mehr machen kann. Und diese Machtfähigkeit steigt proportional zu der persönlichen Weiterentwicklung, den erworbenen Fähigkeiten und Kenntnissen und der Zahl und Qualität persönlicher Kontakte.

Ist es Frauen vielleicht auch wichtig, einen Mann an der Seite zu haben, mit dem die „Macht“ ist? Finde es heraus und frage die Frauen in deinem Umfeld! Aber wahrscheinlich kennst du die Antwort bereits. Ich zumindest kenne keine Frau, die sich einen „machtlosen“ Partner wünscht.

Aufgabe:  Bitte bewerte nun selbst, wie „machtvoll“ du bist, also wie schnell du Lösungen für Probleme findest und diese alleine oder im Team umsetzt. Die Zehn steht für hohe Handlungs- und Veränderungskompetenz und einen hohen Beeinflussungsgrad, also für viel Macht – die Eins dagegen steht für wenig (Handlungs-)Macht und geringe Fähigkeit, auf Menschen, Dinge und Menschengruppen einzuwirken. Notiere dir deine Zahl nun auf einem Blatt Papier.

Jetzt multipliziere bitte diese Zahl mit dem Gesamtergebnis aus Kapitel I und II und schreibe dir das Ergebnis auf. (Beispiel: Ergebnis Kapitel III = 8, Gesamtergebnis Kapitel I und II = 35, neues Gesamtergebnis = 8 x 35 = 280)

IV. Werde beliebter

Die weitere wichtige Wertskala des Häuptlingsfaktors ist die Skala der Beliebtheit. Hiermit ist nicht das Prinzip „Everybody‘s Darling is everybody‘s Depp“ gemeint, also es jedem recht zu machen. Beliebtheit ist vielmehr dadurch bestimmt, wie ein Mensch bei anderen Einzelpersonen oder Gruppen ankommt. Wenn also auf der Skala 10 bedeutet, dass jemand das Maximum an Beliebtheit erreicht hat, dann steht die 1 eher für unbeliebt bis gehasst.

Und diese Einordnung nehmen andere Menschen selten zufällig vor.

Bernd entscheidet sich beispielsweise, sich bei neuen Kontakten vorurteilsfrei für den anderen Menschen zu interessieren. Er hört gut und aktiv hin, stellt Fragen, wiederholt den Namen des Gesprächspartners, unterbricht nicht, stellt seine eigene Meinung ungefragt nicht dagegen, wechselst nicht ständig das Thema zu sich, um mitzuteilen, dass er viel Besseres oder Schlimmeres erfahren hat. Bernd hört zu, merkt sich das Gesagte, um bei einem späteren Treffen daran anzuknüpfen.

Klaus hingegen beginnt sofort, die Führung im Gespräch zu übernehmen, und zwar nicht mit Fragen auf den Gesprächspartner und dessen Welt gerichtet, sondern auf sich selbst – mit langen Ausführungen, was er gerade erlebt hat, was er denkt, was er weiß, wie die Welt funktioniert, warum alles schlecht ist und noch schlechter wird. Und sollte der andere Gesprächspartner doch etwas sagen wollen, wartet er geschickt eine Atempause ab, um sofort sein Thema weiter auszuführen, Wenn dann der Gesprächspartner seine Ausführung fortsetzen will, platziert er noch geschickter seine Unterbrechung bereits im Ansatz des Beitrags des Gesprächspartners. Klaus hört am liebsten einer Person zu: sich selbst. Sollte der andere tatsächlich wieder zu Wort kommen und etwas Persönliches berichten, dann sagt Klaus gerne: „Das habe ich gleich gewusst!“, „Da hättest du mal mich fragen können!“ oder „Das weiß man vorher!“, und so weiter.

Was denkst du, wer ist in seinem Umfeld beliebter?
Wen findest du sympathischer?
Wer hat mehr Freunde, wer mehr Feinde?

Und wie steht es um dich?

  • Überlegst du, wo du gerade in deinem Netzwerk, Club, Stamm stehst?
  • Bei wie vielen Menschen bist du beliebt?
  • Wo stehst du im Durchschnitt auf der Beliebtheits-Skala von 1 bis 10?
  • Wie viel weißt du von anderen Menschen?
  • Wie vielen Menschen hast du mitgeteilt, dass diese wichtig für dich sind?

Entscheide dich noch heute, dein Verhalten so zu ändern, dass deine Mitmenschen dich als beliebter und liebenswürdiger wahrnehmen. Das hat etwas mit Tun, mit Fleiß zu tun und geschieht niemals zufällig oder „einfach so“.

Aufgabe: Bitte bewerte nun dich selbst, wie „beliebt“ du bist, also wie schnell du Anschluss in neuen Gruppen findest. Die Zehn steht für hohe Beliebtheit und schnelle Akzeptanz durch neue Menschen und Gruppen, die Eins steht für niedrige Beliebtheit und dafür, dass du in (neuen) Gruppen eher der Außenseiter bist und bleibst. Notiere dir deine Zahl auf einem Blatt Papier. Jetzt multipliziere bitte diese Zahl mit dem Gesamtergebnis aus Kapitel I, II und III und schreibe dir das Ergebnis auf. (Beispiel: Ergebnis Kapitel IV = 6, Gesamtergebnis Kapitel I, II und III = 280, neues Gesamtergebnis = 6 x 280 = 1.680)

V) Werde vorbildlicher

Mein Coach sagte mir in einem Gespräch:

 „Menschen tun nicht das, was sie hören, sondern das, was sie sehen!“ 

Ich denke, das wissen besonders Eltern gut, wenn sie ihren Kindern sagen: „Räum deinen Teller ab!“ und dann selbst ihre Teller stehen lassen. Was macht das Kind? Was es hört – oder was es sieht? Du stehst unter permanenter Beobachtung

Auch in Unternehmen stehen Führungskräfte unter permanenter Beobachtung, selbst der Trainer im Sport oder auf Kompetenz-Trainings: Nicht selten haben mich auf meinen Trainings die Teilnehmer gefragt, ob ich das, was ich gerade lehrte, auch vormachen kann.

Hätte ich das nicht gekonnt, wäre vermutlich der Effekt der Lehre umsonst gewesen – und sicher auch meine Glaubwürdigkeit und damit mein Status in der Gruppe gefährdet.

Und natürlich beobachten sich Menschen auch untereinander – ständig und in allen Lebenssituationen. Die Babys und Kleinkinder lernen sogar fast ausschließlich über den visuellen Kanal des Beobachtens, weil die sprachliche Verständigung (noch) nicht ausgereift ist.

Und glaubst du, dass eine Frau einen Mann beobachtet, wenn sie sich kennen lernen? Was meinst du, wie lange eine Frau dich schon beobachtet hat, bis du sie ansprichst? Und glaubst du, dass auch Männer sich untereinander (ständig) beobachten, wenn es darum geht, herauszufinden, wer der Platzhirsch im Raum oder auf der Arbeit ist?

Beobachte dich selbst, ob, wie und wonach du andere Menschen beobachtest – bewusst oder unbewusst – und wie du das Gesehene bewertest.

Wenn Bernd beispielsweise beim Sport mit Klaus immer der Pünktliche ist, ausreichend Getränke für beide mit hat, meistens das Bier hinterher bezahlt, weil er beruflich erfolgreich ist, wenn Bernd von einer attraktiven Frau abgeholt wird und Bernd meistens gewinnt, weil er diszipliniert auch Grundlagenausdauertraining macht, wie wird Klaus das sehen, beobachten und bewerten?

Diese Beobachtung und Bewertung wirkt sich natürlich auf den Platzhirsch-Anspruch aus. Glaubst du, dass Klaus großartige Ambitionen hat, Bernd in den niederen Rang zu weisen? Wie sieht sich deiner Meinung nach Klaus im Vergleich zu Bernd? Wird er ihn müde belächeln oder eher bewundern, zumindest aber Respekt haben?

Und da ist dieses Wort: R E S P E K T

Wenn du von anderen Menschen respektiert werden willst, anerkannt oder als anziehend eingeschätzt werden möchtest, geht das in der Regel nicht ohne Respekt. Findest du jemanden bewunderungswürdig, den du nicht respektierst? Findest du jemanden interessant oder attraktiv, den du nicht respektierst, weil er ein schlechtes Vorbild ist, sich nicht für dich interessiert und nichts wirklich zu Ende „machen“ kann?

Wichtig: Damit ist nicht die allgemeine Wertschätzung gegenüber Leben, der Schöpfung und anderen Menschen an sich gemeint. Hierbei geht es mehr darum, wer (zurzeit) das am meisten tut, was der Person selbst und der Gruppe nützlich ist. Was das genau ist, lade ich dich ein, durch Beobachtung von Herdentieren und von menschlichen Gruppenprozessen zu analysieren. Sicherlich gehört dazu nicht, andere zu beklauen, diese zu belügen, deren Frau auszuspannen, faul und nutzlos zu sein.

Aufgabe: Bitte bewerte nun selbst, inwieweit du ein „Vorbild“  für deine eigenen Botschaften und für andere Menschen bist. Die Zehn steht für eine hohe Vorbildwirkung und Integrität, die Eins steht für eine niedrige oder sich zur Ihren Worten widersprechende Vorbildwirkung und dafür, dass du nicht integer handelst. Notiere dir deine Zahl.

Jetzt multipliziere bitte diese Zahl mit dem Gesamtergebnis aus Kapitel I, II, III und IV und schreibe dir das Ergebnis auf. (Beispiel: Ergebnis Kapitel V = 9, Gesamtergebnis Kapitel I, II, III und IV = 1.680, neues Gesamtergebnis = 9 x 1.680 = 15.120)

Gesamt-Ergebnis

Das Endergebnis steht nun für deinen (aktuellen) Häuptlingsfaktor. Dieser unterliegt allerdings der ständigen Veränderung, je nachdem, wie du dein Verhalten und Umfeld änderst. Der höchste Faktor, der möglich ist, beträgt 100.000 Punkte.

Hast du beispielsweise überall mit 5 gewertet, so hast du einen Häuptlingsfaktor von 3.125 HFP (HFP = Häuptlingsfaktor-Punkten).

Was sagt dir nun dein Ergebnis?

Mindestens zwei Dinge sind erkennbar:

  1. Du weißt, wo du heute stehst und wie viel Luft du nach oben
  2. Du kennst nun deinen Engpass, also den Faktor, der am niedrigsten ist, und du kannst sofort mit deiner persönlichen Veränderungsarbeit starten.

Denn:
Macht, Beliebtheit, Respekt und Attraktivität haben wenig bis gar nichts mit Zufall oder Vererbung zu tun, sondern vielmehr mit einem kontinuierlich durchgeführten Verhalten und persönlicher Entwicklung. Und Verhalten ist (leider) nur erlernbar – und Deine Meinungen und Überzeugungen kannst auch nur du selbst verändern – niemand anders.

Dein gegenwärtiges Verhalten hast du von deinen „Vorbildern“ erlernt, abgeguckt und einstudiert und bis heute immer wieder gut geübt. Die gute Nachricht hierbei ist:

Erlerntes kannst du vergessen – auch das eigene Verhalten und deine Überzeugungen.

Du kannst es verlernen, erweitern und Neues lernen. Und das liegt nun bei dir.

Meine konkrete Empfehlung an dich:

  1. Sei dir selbst gegenüber ehrlich (Ehrlichkeit)
    Gestehe die unbewusste Inkompetenz ein – also dass noch etwas fehlt, was nicht schlimm ist; es sei denn, es bleibt so.
  2. Hole dir Hilfe (Erst, wenn der Schüler bereit ist, erscheint der Lehrer)
    Finde Vorbilder und Lern-/Entwicklungshelfer, die erstens Vorbild sind in Hinsicht auf den Häuptlingsfaktor, und zweitens bereit sind, dir zu helfen: durch Gespräche, Coaching, Feedback, Bücher, Videos oder Trainings.
  3. Investiere Zeit und Geld (Investitionsbereitschaft)
    Lerne, übe, wachse – bis du bewusst in der Lage bist, alle relevanten Faktoren auf 9 oder 10 zu bringen, je nachdem, was du möchtest. Werde bewusst kompetent durch Coaching, Trainings, Fachliteratur und ein förderndes Umfeld.
  4. Bleib dran bis zum Schluss (Durchhaltevermögen)
    Bleibe solange dran, bis das Verhalten sich automatisiert hat, bis es „eingeübt“ und verinnerlicht ist, sodass du unbewusst kompetent handelst. Das dauert aber mehrere Wochen bis Monate. Richte dir daher einen Lernplan über mindestens 2 Jahre ein.
Über den Autor:

Daniel Schäfer ist Berater, Trainer und Autor. Nach einer beginnenden Beamtenlaufbahn in der Armee und dann bei der Berliner Kriminalpolizei hat er den Weg in die Selbständigkeit gewählt – zunächst im Vertrieb & Training, später als Coach, Unternehmer und Unternehmensberater. Die große Bandbreite aus beruflichen Erfahrungen paart Daniel Schäfer mit seinem festen Glauben an Gott und der Tatsache, dass jeder Mensch gewollt, geliebt ist und seinen „höheren“ Plan finden kann. Aus eigener Erfahrung weiß er, dass innerer Friede, Freude und echte Liebe davon abhängig ist, diesen Plan und Platz im Leben zu finden. Diesen Artikel hat er im Rahmen seiner „nebenberuflichen“ Tätigkeit als Survival Trainer und Helden-Camp-Leiter verfasst, um Männern zu helfen, echte Männer zu werden. Eine Eigenschaft, die besonders in deutschen Familien nach den Weltkriegen verloren gegangen zu sein scheint.

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