Nach Trennung wieder zusammenfinden und langfristig glücklich sein

»Wir sind getrennt. Das hat sein Gutes. Doch ich vermisse sie auch. Mit ihr war alles noch etwas schöner und ich konnte die Momente noch mehr genießen.«

Ich will meine Ex zurück und wieder mit ihr in einer Beziehung sein.

Doch geht das überhaupt? Nach einer Trennung wieder zusammenfinden und auch zusammenbleiben?

Und wenn ja: Wie machen wir das? Wie mache ICH das?«

Diese Fragen hat sich mein Kumpel Robert vor einiger Zeit auch gestellt.

Ich wusste schon damals: Madeleine ist einfach eine Traumfrau und Robert hatte diese tolle Frau verdient, genauso wie Madeleine diesen tollen Mann verdient hat.

Also habe ich mich mit ihm hingesetzt. Ihm ausführlich zugehört. Ihm konkrete Fragen gestellt. Ihn gecoacht, bis er wirklich alles verstanden hatte.

Solange, bis es für ihn und Madeleine ein gemeinsames Happy End gab.

Heute erzähle ich seine Geschichte. Und zeige dir ganz nebenbei, wie auch du deine Ex zurückgewinnen und mit ihr langfristig glücklich werden kannst.

Schritt 1: Wieder zusammenfinden? Bist du wirklich bereit?

Wir saßen in meiner Küche. Ich hörte ihm aufmerksam zu.

»Sie war so toll. Weißt du, wir hatten einfach den größten Spaß miteinander. Wir haben gelacht und gerauft miteinander, sind auf Abenteuer gegangen und hatten tollen Sex.

Natürlich war nicht alles perfekt. Aber ich sehne mich so sehr nach der Nähe dieser Frau und ich glaube, dass sie sich manchmal auch nach mir sehnt. Und doch bemerke ich eine so große Barriere zwischen uns. Abends liege ich oft da, mir kommt die Trauer hoch und…«

»Und genau deswegen bekommst du sie gerade nicht zurück«, unterbrach ich ihn.

Robert schaute mich etwas verwirrt an.

»Weißt du, die Gefühle, die du jetzt gerade hast, zeigen dir genau die Stellen, an denen du sie brauchst, verstehst du? Du BRAUCHST sie, um dich gut zu fühlen. Und solange ihr euch braucht, werdet ihr nach eurer Trennung jetzt auch nicht wieder zusammenfinden! Verstehst du das?«

»Ja, aber ist das nicht Liebe, jemanden zu brauchen?«

»Robert, natürlich kannst du tolle Gefühle und Erlebnisse mit deiner Frau haben. Aber das ist nicht Liebe. Überall dort, wo du sie brauchst, kannst du sie gar nicht lieben.

Du willst etwas haben von ihr. Du hast nicht sie geliebt, sondern die Gefühle, das Lachen, die Abenteuer, die ihr zusammen erlebt habt. Das Gefühl begehrt, stark und männlich zu sein.

Du warst in einem Tauschgeschäft drin. Und solange du deine Ware – die Anerkennung, die Wertschätzung, den guten Sex – bekommen hast, war alles gut.

Doch sobald sie andeutet, dir diese Ware zu entziehen – aus was auch immer für einem Grund – wirst du Kompromisse eingehen, aus Angst diese Gefühle nicht mehr geliefert zu bekommen.«

»Stimmt, das erinnert mich an einen Abend, an dem ich mit meinen Jungs weggehen und sie mich aber lieber bei sich zu Hause behalten wollte. Sie hatte vorher schon angekündigt, dass ich am nächsten Tag eine besondere sexy Überraschung bekommen würde und aus Angst, dass es dann nicht mehr dazu kommt, bin ich tatsächlich zu Hause geblieben.«

»Das ist genau so eine Situation«, stimmte ich ihm zu und klopfte meinem Kumpel auf die Schulter. »Und genau das sind die Momente, bei denen sich Frauen vordergründig freuen, die ihnen aber das Gefühl geben, dass du mehr an ihnen hängst als an deinen eigenen Plänen und Zielen. Das ist einfach verdammt unattraktiv.

Also, mach dich frei von all deinen Ängsten und Abhängigkeiten und stehe zu allererst zu deinen eigenen Wünschen und Zielen, anstatt irgendetwas von ihr bekommen zu müssen.  Erst dann wirst du dauerhaft wieder mit ihr zusammen finden können.«

»Ich darf sie nicht mehr brauchen. Ich muss mit mir selbst glücklich sein. Das verstehe ich, Sven. Ist das alles? Bekomme ich jetzt meine Ex zurück?«

»Nicht ganz«, lachte ich. »Ein paar weitere Schritte sind noch mindestens genauso wichtig.«

Schritt 2: Geh dem Ende auf den Grund

»Nimm dir für dich einfach nochmal ein wenig Zeit und spüre rein, warum es wirklich zum Aus gekommen ist, zwischen dir und Madeleine.

War es die Routine? Wart ihr euch nicht mehr nahe? Warst du nicht mehr Manns genug?

Was waren das für Probleme bei euch?«

»Ehrlich gesagt, Sven, lief es im Bett einfach nicht mehr gut bei uns.«

»Das ergeht sehr vielen Paaren so. Was könntest du tun, um mehr Abwechslung ins Bett zu bringen?«

»Hmm… boah, echt keine Ahnung.«

»Doch, die hast du. Dein Gehirn ist ein Computer und wird dir genau die Antworten ausspucken, nach denen du fragst. Also frage dich: Wie kann ich eine lebendige Sexualität mit Madeleine leben? Und jetzt gib mir 10 Lösungen dafür.«

»Zehn Lösungen? Du spinnst doch… okay, also gut, ich versuch’s. Hmmm…« Er spielte mit seiner Uhr, die ihm Madeleine geschenkt hatte. »Wir wollten immer mal ein Rollenspiel ausprobieren…«

»Sehr gut, das ist schonmal eins.«

»Außerdem fände ich es mal interessant, einen 3er mit einer anderen Frau zu haben.«

»Cool, das sind schon zwei Möglichkeiten, wie du in Zukunft ein aufregenderes Sexleben mit ihr haben wirst! 8 Möglichkeiten sind noch offen.«

»Okay, mal überlegen… Ich will sie unbedingt mal fesseln und ihr ein wenig den Mund verbieten, wenn sie im Bett frech wird. Da steht sie bestimmt auch drauf! Außerdem hätte ich Lust beim Sex ihr Spielzeug mit dazu zu nehmen, mit dem sie sich sonst selbst verwöhnt. Wir haben auch schon mal über Analsex gesprochen, uns aber noch nie getraut… Das wäre jetzt aber definitiv mal dran. Ok, das waren schon 5.«

»5 fehlen noch.«

»Madeleine wollte mit mir immer mal in einen Fetisch-Club gehen, doch ich fand das irgendwie zu schmuddelig. Jetzt bereue ich es, dass ich nicht mit ihr dort war, ich hatte nämlich einfach nur Schiss.

Was auch noch cool wäre, wäre mit ihr einen Porno zusammen zu schauen und uns davon antörnen zu lassen. Obwohl, warte, das geht noch besser: Wir drehen einen eigenen Porno zusammen. Zählt das als 2 Lösungen?«

»Ja, ist okay«, prostete ich ihm lachend zu, schon ganz berauscht von den vielen Möglichkeiten, die ich selbst mal wieder mit meiner Freundin ausprobieren muss.

»Okay, cool«, lachte Robert und fuhr fort: »Als wir ganz frisch zusammen kamen, haben wir es sogar an verschiedenen Orten getrieben, wie in der Umkleide oder im Auto auf dem dunklen Parkplatz, das war echt richtig geil. Das muss unbedingt wieder drin sein. Gut, jetzt fehlt nur noch eins…«

Er ließ seinen Blick über die Gewürze und Einrichtungsgegenstände in meiner Küche schweifen…

Plötzlich leuchteten seine Augen: »Ich habs! Ich mache ihr ein Fest der Sinne! Ich verwöhne sie an einem Abend einfach komplett und spreche alle ihre Sinne an. Ihren Riechsinn mit ätherischen Gerüchen und exotischen Gewürzen, ihre Haut mit Eiswürfeln und sinnlichen Ölen, ihren Hörsinn mit ganz leichtem Wassergeplätscher… Und Erdbeeren treibe ich bestimmt auch noch auf…«

Mit einem Satz sprang er auf und ballte eine Siegerfaust in die Luft. »Und dann wird nur noch ekstatisch gevögelt!«

Ich prustete los. »Geiles Ding, Robert, jetzt hast du es verstanden!«

Robert lachte ausgelassen mit, bis er wieder ganz ernst wurde. »Aber das war nicht der einzige Grund, warum wir auseinander gegangen sind. Was mach ich mit den anderen Gründen, Sven?«

»Genau das Gleiche wie eben«, erwiderte ich. »Du stellst dir die richtige Frage und dann verlangst du von dir selbst 10 Antworten, wie du diese Situation löst. Das nennt man lösungsorientiertes Denken.«

»Super. War das dann alles, damit ich sie wieder zurückgewinnen kann?«

»Noch nicht ganz. Es kommen noch ein paar Kleinigkeiten dazu.«

Bevor ich die erzähle, was ich dem Robert noch alles für Tipps an die Hand gegeben habe, kann dir Martin in einem Video nochmal seine vier elementaren Grundlagen für eine glückliche Beziehung vorstellen:

Schritt 6: Langfristig glücklich sein

Robert schaut mich etwas erschöpft an. »War das jetzt endlich alles?«

»Ja,  Robert«, grinste ich ihn an. »Das war erstmal alles.

Ich weiß nicht, wann ihr wieder zusammenfindet. Aber wenn du noch mehr Fragen hast und vor allem daran interessiert bist, wie du dein Mann sein und deine Verführer-Qualitäten noch besser ausleben  kannst, kann ich dir noch einen Haufen mehr solcher geilen Listen geben.«

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