Warum Polygamie scheiße ist und Monogamie auch nicht funktioniert

Nicht zum ersten Mal ist mir das in meinem Leben passiert. Auf einem Seminar lernte ich ein sehr attraktives berliner Mädel kennen. Wir verstanden uns gut und verabredeten uns für die nächste Woche. Wir waren im Park spazieren, kochten zusammen und die halbe Nacht verbrachten wir im wilden Liebesspiel. Das Problem an der Sache war nur. Nachts um 4 bin ich dann los zurück zu mir nach Hause, wo meine Freundin selig ruhig im Bett schlief und glaubte, ich sei mit meinen Kumpels Party machen gewesen. Weder meine Freundin noch meine Affäre wussten voneinander. Ein Spiel, was mich nicht gerade mit Stolz erfüllt. Und relativ kurze Zeit später trennte ich mich von meiner Freundin.

1. Polygamie – Die Lösung aller Probleme

Da mir das nicht zum ersten Mal „passierte“, traf ich eine folgenschwere Entscheidung. Ein Jahr lang keine monogame Beziehung. Ich hatte die Schnauze voll von monogamen und nichtfunktionierenden Beziehungen. Ich wollte einmal in meinen Leben so richtig viele Frauen flachlegen und mehrere Affären nebenbei haben. Mein Traumleben sollte endlich in Erfüllung gehen und mein Sexleben in Brüsten, Muschis und geilen Ärschen untergehen. Dieses Leben fing gerade an so richtig Fahrt aufzunehmen, als ich eine Frau kennenlernte, in die ich mich Hals über Kopf verliebte. Und zu allem Glück wollte sie (wie ich) eine polygame Beziehung.

Tiefstes Vertrauen
Deine Freundin ekstatisch mit einem fremden Mann im Bett. Oder sogar 2 Männern? Oder 3? Oder noch mehr? Polygamie kann fantastisch sein, doch es erfordert von dir eine starke Persönlichkeit. Ich habe hier Eine grandiose Methode, dein männliches Ur-Vertrauen wiederzugewinnen beschrieben
. Es wird die Power geben, mit dieser Situation gelassen umzugehen und damit sogar noch mehr Faszination auf deine Freundin auszuüben.

2. Aus den Gesetzten der Evolution folgt die Polygamie

Rein evolutionstechnisch sind wir Menschen biologisch auf Polygamie programmiert. Unsere nächsten Verwandten sind allesamt polygam. Egal ob Gorillas, Schimpansen oder Bonobos. Und auch unseren Vorfahren in den frühen Stammeskulturen war Monogamie recht unbekannt. Aber noch mehr Biologie: Jeder Mann verspritzt mit seiner Ejakulation genug Spermien um theoretisch ganz Deutschland neu zu bevölkern. Warum? Der Großteil der Spermien ist dazu da eventuelle Konkurrenzspermien zu töten. Kamikaze- und Killerspermien. Kein Scherz!

Es muss also in unsere biologischen Entwicklung “normal” gewesen sein, dass Weibchen mehrere Sexualpartner hatten und von diesen auch begattet wurden. Ergo sind sogar unsere Spermien auf Polygamie getrimmt. Wir Menschen wollen Sex. Und das nicht nur mit unseren Liebsten. Über 43 Prozent der in monogamen Beziehungen lebenden Menschen sind schon mindestens einmal Fremdgegangen. Frauen sind dabei nicht weniger aktiv als Männer. Nur zeigen sie es nicht so öffentlich.

Unterstrichen wird das durch eine Studie, in der Frauen nach der Anzahl ihrer Sexualpartner gefragt wurden. Schließt man Collegstudentinnen an einen angeblichen Lügendetektor an, geben die jungen Frauen fast doppelt so viele Sexualpartner zu wie andere, die nicht so unter Druck gesetzt wurden. Unser biologischer Trieb ist unersättlich. Polygamie nur die logische Schlussfolgerung daraus.

3. Aber: Die Evolution brachte auch die Monogamie hervor

Ok. Polygamie ist das eine, aber der Mensch ist viel mehr als seine Biologie. Stimmt! Denn als unsere primitiven Vorfahren sich dazu entschieden aus dem Dschungel hinaus in die Savanne zu gehen, passierte etwas, was unser Sexualverhalten entscheidend änderte. Auf einmal waren wir Beute! Geschichten von wild jagenden Killeraffen, die die Savanne beherrschten, haben nichts aber auch gar nichts mit der Realität zu tun. Mit nicht weniger als 10 verschiedenen Arten von Großkatzen mussten wir fertig werden. Hinzu kamen Rudel von gefräßigen Hyänen.

Eine Mutter mit ihrem Kleinkind war auf den Schutz des Männchens angewiesen. Und polygame Männer neigen einfach nicht sonderlich zur Selbstaufopferung für ein fremdes Kind. Indem wir die Gewissheit der Vaterschaftsfrage erhöhten, ebneten wir eine größere Beteiligung der Männer an der Kinderaufzucht und dem Kinderschutz den Weg. Ein weiterer wichtiger Faktor kam hinzu.

Mit der Zeit wurden die ersten Menschen sesshaft und eigneten sich immer mehr materielle Besitztümer an. Da diese Besitztümer im gleichzeitig entstandenen Patriachat von Vater zu Sohn weitergegeben wurden, musste der Vater sicherstellen, dass sein Sohn auch wirklich sein Sohn war. Tadaaaa: Wir befinden uns historisch an dem Punkt, an dem die Unterdrückung des weiblichen Sexualtriebes begann.

Man kann davon halten, was man will. Diese neu entstandenen Paarbeziehungen war um ein Vielfaches erfolgreicher in der Kinderaufzucht, als die polygame Gegenvariante. Nicht ohne Grund hat sich dieses Gesellschaftssystem auf der ganzen Welt verbreitet. Diese Realität ist auch Evolution. Nur halt eine gesellschaftliche und keine biologische. In unserer Männlichkeits-Mail zeigen wir dir, wie du auch inmitten gesellschaftlicher Regeln und Erwartungen den wilden Teil in dir und deiner Partnerin kultivierst und aktiv lebst.

4. Polygamie oder Monogamie – Was jetzt?

Ich entschied mich also zu einer polygamen Beziehung mit meiner neuen Freundin. Puhhhhh ich wusste nicht worauf ich mich eingelassen habe. Denn jetzt war meine neue Liebe drauf und dran (und sogar mittendrin) ihren Sexualtrieb mit anderen Männern auszuleben. Durch meinen Kopf wanderten immer wieder Bilder davon, wie meine Süße mit anderen Männern rummachte und dabei auch noch Spaß hat. Ich war nie ein sonderlich eifersüchtiger Typ, doch diese Realität brachte alle meine sozialen eifersüchtigen Programmierungen zu Tage.

Was wenn der andere Kerl besser im Bett ist, einen größeren Schwanz hat oder sich meine Freundin in ihn verliebt? Dieser Angst musste ich mich in meinen monogamen Beziehungen nie stellen. Dafür konnte ich aber auch nicht so einfach mit anderen Frauen schlafen. Es war klar geregelt: Du vögelst keinen anderen Kerle und dafür lege ich keine anderen Frauen flach. Eine Regel, die rein statistisch nicht nur von mir gebrochen wurde. Aber ich habe diese Regel nun mal gebrochen. Und ich halte Vertrauen für einer der fruchtbarsten Grundlagen einer Beziehung.

5. Polygamie oder Monogamie? Das ist nicht die Frage!

Egal für welche Beziehungsform Du Dich (bzw. ihr euch) entscheidet, Du musst immer mit Deinen gesellschaftlichen und biologischen Programmierungen klar kommen. Und 10.000 Jahre gesellschaftliche Prägung gehen genau so wenig an Dir vorbei, wie 25.000.000 Jahre biologische Evolution. Wollt ihr frei vögeln, wirst Du Deine gesellschaftlichen Prägungen auf eine ganz neue Weise kennenlernen. Wollt ihr monogam sein, werden sich Deine Triebe melden. Du hast also keine andere Wahl, als Dich mit diesem Thema zu befassen.

Das Leben wäre auch zu langweilig, würde es einen Königsweg geben. Wichtig ist immer die Grundlage der Partnerschaft. Und die ist nicht polygam oder monogam. Sondern viel mehr Liebe, Vertrauen und Leidenschaft.

6. Meine Buchempfehlungen zum Thema

Zur sexuellen, biologischen und gesellschaftlichen Evolutionsgeschichte: Der Affe in uns von Fans de Waal

Zur polygamen Beziehung: Schlampen mit Moral von Dossie Easton

Für eine neue Leidenschaft in der Partnerschaft: Die Psychologie sexueller Leidenschaft von David Schnarch

7. Die Männlichkeits-Mail

Wie bei allem zwischen Männern und Frauen geht es um Männlichkeit und Weiblichkeit. Wenn der Mann seine Männlichkeit lebt und die Frau sich ihrer Weiblichkeit bewusst ist, kann fast nichts schief gehen. Egal ob monogam oder polygam. Doch zu oft leben die Partner nicht ihren Pol. Das hat nichts mit alten Rollenbilder zu tun, sondern mit Leidenschaft, Vertrauen und Hingabe.

Werden die männlichen und weiblichen Pole einer Beziehung nicht gelebt, verliert die Partnerschaft schnell an Energie und Leidenschaft. Auch Polygamie hilft in diesem Fall nicht weiter. Um Deinen männlichen Pol wieder zu leben, schreiben Martin und ich die kostenfreie Männlichkeits-Mail. Für tiefgreifende Hilfen zur Veränderung wie

  • Die 5 Prinzipien für langfristige Leidenschaft in der Partnerschaft
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12 Kommentar

  1. Ich bin eine Frau u finde dein Worte sehr interessant.. Ich denke Monogamie klappt nicht , weil jeder ein Jagd trieb hat . Sobald man zu lange zusammen ist .. Fehlt uns was

    • Ich weiß nicht, ob das für jeden so ist. Aber ich bin da voll auf deiner Seite 🙂

  2. Hallo Sven ,
    jetzt hab ich mich dazu verleiten lassen auch dazu ein Kommentar zu schreiben. Also du hast weit über 80 Fragen oder Artikel verfasst von der die Hälfte über, mit Frauen in Verbindung mit sexuellen Ausführungen jeglicher Art. Sicher kommt das gut an bei denen wo der Pimmel am Stammhirn angewachsen ist . Aber denkst du das die ist die Antworten sind auf ein reifes Verantwortungsvolles Leben. Wenn die Liebe deines Lebens von einem anderen gebummst (um bei dieser Website-Sprache zu bleiben) wird und ein Kind bekommt , glaub ich nicht dran das du für das Kind Verantwortung übernimmst und es erziehen bzw. ins leben bringen willst . Oder?

    • Also ich denke: Das der Pimmel am Stammhirn angewachsen ist, ist gar nicht mal so schlimm. Um mal dein Bild zu nehmen. Ich habe festgestellt, dass er bei zu vielen an der Großhirnrinde verankert ist und es deswegen zu vielen sexuellen Problemen kommt. Und um keine Kinder zu bekommen ist dann die Großhirnrinde wieder ganz gut. Die greift zu den Kondomen.

  3. Es ist doch egal ob man Polygam oder Monogram Leben möchte….man muss sich aber mit der negativen und positiven konsequenz auseinander setzen. Ich selber bin ein Freigeist und lebe keines der gleichen zu 100 % aus. Ich führe seid 10 Jahren eine glückliche Patnerschaft/Beziehung.
    Ich verliebe mich sehr oft in andere Menschen und lasse dies auch zu.
    Das ist auch wichtig um tolle Freundschaften aufzubauen….Das alles aber ohne Sex. Das hat was mit Willensstärke zutun. Ja,
    Ich weiss viele denken jetzt…ja es ist aber wichtig seinen Bedürfnissen nachzugehen…Nein viel wichtiger ist das man aus Liebe zu seinem Partner mal verzichtet und eine Lösung findet. Das ist Liebe.
    Trotzdem mag ich Sex und lebe das mit meinen Partner aus.
    Wir gehen gerne in den Pärchen Club und schauen zu oder lassen zuschauen. Partnertausch haben wir noch nie ausprobiert…aber wer weiss vielleicht irgendwann doch.
    Eine glückliche Partnerschaft läuft nur ,wenn beide Partner sich gegenseitig respektieren. Ich sag nur viel reden für alles gibt’s eine Lösung.

  4. Ich würde deine Erfahrungen nicht als Polygamie bezeichnen. Immerhin sagst du selbst, du hattest Angst, dass sie sich in andere verliebt. Genau das wäre aber jetzt der Punkt bei Polygamie. Was du beschreibst, klingt eher nach offener Beziehung: “Wir sind zusammen und lieben nur uns, aber können herumficken, wie wir wollen.”
    Eine Polygamie fußt aber nicht auf Sex, sondern auf Polyamorie und der damit verbundene Wunsch, mehrere feste Partner zu haben. Wenn beide das verstehen, kann man auch ganz anders mit Eifersucht umgehen.

    Lg

    • Danke für deine Aufklärung. Das war mir damals, als ich diesen Artikel geschrieben habe, nicht so wichtig zu differenzieren.

  5. Relativ falsch, was hier behauptet wird. Gerade neuere Forschung zeigt, dass Monogamie vermutlich daher entstanden ist, weil es “evolutionär” sinnvoll für “Männchen” war die eigene “Brut” zu verteidigen. Und zwar vor der Vernachlässigung oder Tötung durch die Mutter. Zwei Individuen teilen sich die Aufzucht um das Überleben des Nachkommen zu sichern. Der gesamte Artikel ist aus biologischer und sozialwissenschaftlicher Perspektive voller falscher Annahmen. Mütter mit Kinder brauchten keinen Schutz durch vermeintlich “stärkere” Männer. Dies kann u.a. klar an allen Primaten gezeigt werden, in der trotz Bedrohung der Jungtiere keine Monogamie entstanden ist, da die Gruppe die Jungen vor Gefahren im Kollektiv schützen. Im Laufe der Evolution haben sich eben diese Männer erfolgreicher vermehrt, die ihre Kinder ernährt und versorgt haben, insbesondere wenn die Mutter keine Ambitionen zeigte. Menschen sind überwiegend monogam, weil Loyalität und Fürsorge sich am Ende auszahlt. Zumindest für die Spezies Mensch. Weiter ist die hier propagierte Annahme einer biologisch plausiblen “Männlich-” und “Weiblichkeit” evolutionär unsinnig. Die Paarung zwischen zwei Individuen dient lediglich der Absicherung der EIGENEN Gene mithilfe der Kombination des Anderen. Dabei ist völlig egal, welche sozialen Konsequenzen daraus entstehen. Die Natur zeigt ganz klar, dass es um das Überleben der Gene geht, dabei ist nicht von “Polen” der Geschlechter im Sinne + und – zu sprechen, sondern ganz im Gegenteil von einer hochspezialisierten Überlebensstrategie für unsere und andere Arten. Dann ist es nicht richtig, das die Sesshaftigkeit zur Monogamie geführt hat, weil bis heute nomadische Völker existieren, ohne Land, ohne wirklichen Besitz (mal abgesehen von ein paar Zelten und Ziegen), die monogamer nicht leben könnten (z.B. Tuareg Nomaden). Monogamie ist eine kulturell verankerte Lebensform, und Kultur ist austauschbar wie nichts anderes in der Welt. Also so oder so, sind Menschen dann monogam wenn es einen Vorteil bringt für Männer und Frauen! Dann wird oben mehrmals der Begriff “Trieb” falsch angewendet. Denn Menschen kennen keine “Triebe”. Weder sexuell noch anderweitig. Menschen, so haben (leider auch grauenvolle) Experimente gezeigt, sind nicht in der Lage ohne Lernen und sozialem Handeln Anderer zu überleben. Sie sind weder im Stande zu essen, zu gehen, noch sich fortzupflanzen. Es gibt keine “natürlichen” Triebe bei Menschen. Also keine “vorprogrammierte” Motivation eine Handlung auszuführen, die zum Vorteil – also zum Überleben dient. Alle diese Handlungen sind erlernt. Entzieht man den “Lehrerenden” stirbt das Kind einfach. Wenn alles erlernt ist, können wir aber nicht mehr von “Trieben” sprechen. Da das sozial Erlernte den Inhalt des Begriffes füllt. Ich würde so gerne auf so viel mehr falsche Aussagen des oben Geschriebenen eingehen, aber meine Finger brauchen jetzt eine Pause. Trotzdem nichts für Ungut. Ich habe auch mal gedacht, ich wüsste etwas. Habe es dann aber nochmal in Frage gestellt und den ein oder anderen wissenschaftlichen Aufsatz gelesen.

    • Hallo Herr Güttlich,

      ich widerspreche ihnen da aus vollen Herzen. Nicht bei allen Punkten! Aber in vielen.

      Meine Quellen für diesen Artikel sind:

      “Der Affe in uns” von Frans de Waal
      “Sex at Dawn” von Christopher Ryan und Cacilda Jethá
      “Schlampen mit Moral” von Dossie Easton
      “Die Psychologie sexueller Leidenschaft” von David Schnarch

      Da ich selber mal Student war, weiß ich, dass ich mit dieser Quellenangabe bei einer Hausarbeit durchgefallen wäre. Nicht, weil das keine exzellenten Quellen sind, die teilweise extrem gut recherchiert sind. Sondern wegen Formfehlern, weil sie Seitenzahlen etc. fehlen.

      !!!ABER!!!

      Darum geht es in diesen Artikel nicht. Ich schreibe hier keine wissenschaftliche Hausarbeit über Monogamie oder Polygamie! Ich bin nicht ausschließlich auf der Suche nach der Wahrheit. Ich will den Leser zum Nachdenken anregen, um seine eigene Wahrheit zu finden, anstatt ihn meine (durch vermeintliche Quellen belegte) Wahrheit einfach nur vorzukauen.

      Und Leser nur durch das Lesen eines Textes zum Neudenken einzuladen, ist eine andere Ebene. Und diese Ebene haben sie bei ihrer durchaus berechtigten Kritik vollkommen nicht beachtet.

      Viele herzliche Grüße
      Sven

  6. Vielen lieben Dank Herr Dr. Güttlich für diese Aufklärung. Beim lesen des Textes von Sven kam mir mehrmals der Gedanke, da stimme etwas nicht und die Annahmen seien vage bis gefährlich.
    Beide Texte haben mich zum nachdenken gebracht.
    Jedem das Seine!

  7. Also Herr Dr., es gibt sehr wohl einen genetisch bedingten Selbsterhaltungtrieb, Sexualtrieb, etc. Sexualtität braucht man nicht erlernen, denn das Sexualverhalten ist den Lebewesen (botan., tier., menschl.) genetisch mitgegeben und nicht durch Beobachtung oder Lernen bedingt. Stellen Sie sich vor, ein männliches und ein weibliches Kind würde in Isolation aufwachsen. Natürlich machen sie in der geschlechtsreifen Phase auch Sex ohne es von jemanden anderen abkucken zu können.
    Zu einer anderen Aussage oben: “Sexualität nur zur eigenen Generhaltung?” Nein, ich kenne viele Menschen, die sterilisiert vasektomiert unfruchtbar zeugungsunfähig verhüten oder (altersbedingt) nicht (mehr) empfänglich sind und trotzdem jahrzehntelang angenehme erfreuliche extatische multiorgassmische oder gleichgeschlechtliche Freude und Spaß an der interhumanen Sexualität haben, ohne dabei die Fortpflanzung der eigenen Gene bewirken zu können. Also gibt es sehr wohl emotionale und soziale Motive zur Sexualtität.

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