Zuerst hatte ich Angst zu versagen Dann fand ich 5 gute Gründe, diesem Satz nicht mehr zu glauben

Dann fand ich 5 gute Gründe, diesem Satz nicht mehr zu glauben.

Ich habe Angst zu versagen. Dieser Satz geht immer wieder durch meinen Kopf, während ich mein altes Klassenzimmer betrete. Vorne sitzt ein Lehrer, der aufpassen soll, aber er ist eher mit seiner Bild-Zeitung beschäftigt, als auf mich zu achten. Und dann bekomme ich die Klassenarbeit ausgeteilt. Oh man. Mein Herz schlägt, als ich die erste Seite aufschlage.

1) a) Was sind 4,822 Oktaeder umgerechnet in Liter? Ich verstehe die Welt nicht. Aber mal weiter schauen, vielleicht die nächste Aufgabe.

1) b) Wenn man zwei Seiten eines Dreieckes parallel ausrichtet, in welchem Winkel müssen sie zueinander stehen, dass ein Winkel von 78 Grad entsteht.

Dazu fällt mir nur „Woksal“, das russische Wort für Bahnhof, ein. Ich scanne die restliche Arbeit ab, nur um festzustellen, dass alle Aufgaben aufeinander aufbauen und ich keine Ahnung habe, was ich machen soll. Meine Versagensängste schlagen mir auf die Brust. Ich zücke mein Handy und google unter den wachsamen Augen meines Bild-lesenden Aufpassers. Die Umrechnungsquote von Oktaeder in Liter ist 13/5 zu 4/13. „Hä, was soll ich damit anfangen?“

Ich schließe meine Augen für ein kurzes Stoßgebet und als ich sie wieder öffne… puh, ich liege in meinem Bett und es war doch nur ein Traum. Und ich kann nicht mehr einschlafen. Das Gefühl – Die Angst zu versagen –  ist noch immer allgegenwärtig. Ich muss daran denken, wie ich vor kurzem meinen Job gekündigt und keine Ahnung habe, ob das alles überhaupt klappt. Ich will mich selbst verwirklichen. Ich will mein eigener Boss sein. Ich mache mich selbstständig. Ich folge meinem Herzen. UND: Ich habe riesen Schiss! Ich habe so eine große Angst zu versagen, dass ich nicht mehr schlafen kann und erst mal spazieren gehe. Mit der frischen Luft kommen dann aber frische Gedanken in meinen Geist.

Du hast Angst zu versagen? – Mache das:

1) Denke bis zum Schluss – Was würde Dein 80 jähriges Selbst dazu sagen?

Was passiert, wenn ich wirklich versage? Was passiert, wenn ich es wirklich nicht schaffe? Als ich mir diese Frage stelle, fällt mir Harz IV ein. Ich muss Sozialhilfe beantragen. Ich hatte meinen guten Job umsonst hingeschmissen und müsste mich wieder nach einem neuen Job umsehen. Und? Ist das so Schlimm? In solchen Momenten kommt mir immer das Bild meines 80 jährigen Selbst in den Kopf, wie er auf seinem Schaukelstuhl sitzt und den Sonnenuntergang bewundert. Und er lächelt.

Er lächelt nicht, weil ich es geschafft habe und ein erfolgreicher Selbstständiger geworden bin. Er lächelt, weil ich es verdammt nochmal versucht habe. Und dieses Lächeln ist mir im Gedächtnis geblieben. Wenn Du keinen Bock mehr auf Versagensängste hast, suche Dir das Lächeln Deines älteren Ich´s. Und den Schaukelstuhl nicht vergessen!

2) Suche Dir Beispiele erfolgreicher Menschen

Mein zweiter Gedanke wandert zu Elliott Hulls. Ein Amerikaner, der einst vor der gleichen Entscheidung stand, wie ich. Sicherer Job vs. seinem Herzen folgen. Er entschied sich, nicht (!) auf seine Versagensängste zu hören und stattdessen seinem Herzen zu folgen. Das bedeutet für ihn über 50.000 US-Dollar an Kreditkartenschulden. UND: Er wusste oft nicht, wo er das Essen für sich, seine Frau und seine Kinder beschaffen sollte.

UND: Er folgte weiter seinem Herzen. Irgendwie schaffte er es, sein eigenes Sportstudio aufzumachen und begeistert über seinen YouTube-Kanal mittlerweile nicht nur mich, sondern über eine Million Menschen auf der ganzen Welt. Aber nicht nur Ellitott ist mir auf meinem Spaziergang begegnet. Auch meine guten Freunde, Moritz und Stephan, sind mir immer wieder ein gutes Vorbild dafür, dass es möglich ist, seinem Herzen zu folgen und erfolgreich damit zu sein. Und Mann! Die haben auch Angst – nur gehen sie mit ihrer Angst anders um.

Deswegen: Suche Dir Vorbilder, die das geschafft haben, was Du erreichen willst.

Angst zu versagen? Nutze deine Vorbilder

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3) Du hast Angst zu versagen? – Du bist vollkommen normal!

Du hast Angst zu versagen? Du bist ein kleiner Schisser? Vielleicht sagst Du auch noch zu Dir selbst: „Ich habe Angst zu versagen“. Dann gehörst Du zu den Menschen, die vollkommen normal sind. Jeder hat Angst zu versagen. Barak Obama, mein großer Bruder, mein Kumpel Stephan, die kleine süße Kassiererin bei Aldi und auch mein Vorbild Elliott. Alle haben Angst. Die Versager, genau so wie die Erfolgreichen. Versager lassen sich von ihrer Angst paralysieren.

Erfolgreiche Menschen begreifen Angst als das, was sie ist. Zuerst einmal als ein Gefühl. Genau so wie Hunger, Trauer, Aufregung, Glück, Neugierde. Alles nur Gefühle. Wenn Du keine Angst hättest, wärst Du ein Fall für die Psychiatrie! Also mache Dir bewusst, dass Du vollkommen normal bist, wenn Du Angst hast.

4) Du hast Angst – Sei froh: Du lebst

Viele Menschen haben ein super stark ausgeprägtes Bedürfnis nach Sicherheit. Sie haben vor so vielen Sachen Angst (Kündigung, komisch angeschaut werden, ausgelacht werden, Scheitern, missverstanden werden, … und Angst zu versagen). Das, was die meisten Menschen dann machen, ist, sich eine möglichst sichere Umgebung zu erschaffen. Sicherer Job, sichere Wohnung, sichere Lebensversicherung, sichere All-Inclusiv-Reise, sichere(s) Ausbildung/BLW-Studium, …

Daran ist auf dem ersten Blick nichts falsch. Wirklich! Problematisch wird es nur, wenn die eigenen Abenteuer nur noch aus dem Pro7-Abendprogramm, der Bild-Zeitung, dem Bier in der nächsten Bar oder dem Videospiel (welches Du eh gewinnen wirst) bestehen. Wenn Du Angst hast, ist das ein sicheres Anzeichen dafür, dass Du lebendig bist.

Wenn Du Angst zu versagen hast, ist das ein sicheres Anzeichen dafür, dass Du gerade Deine Komfortzone verlässt und Dir ein gutes Abenteuer vorgenommen hast. Also bleibe dabei. Welchen Sinn das Leben auch immer hat, es ist bestimmt nicht der, möglichst sicher, ohne Wunden und ohne gebrochene Herzen ins Grab zu kommen.

5) Ich habe Angst zu versagen – Und Papa ist daran Schuld

Auf meinem Spaziergang musste ich an meinen Vater und meine Mutter denken. Ich muss irgendwann in meiner Kindheit gelernt haben, vor neuen Sachen Angst zu haben. Irgendwie habe ich auch nicht gelernt, mir vollkommen zu vertrauen. Und sicher sind die beiden noch an so mancher Macke von mir Schuld. Nur bringt es mir wenig, die beiden für meine Misere verantwortlich zu machen. Meine Angst zu versagen wird dadurch nicht weniger. Pubertierende Jungen machen Mama und Papa für die eigenen Gefühle verantwortlich.

Männer sind selbstständig und selbstsicher. Männer stellen sich ihren Ängsten. Männer gehen ihren eigenen Weg. Deswegen: Die Angst zu versagen und sich dieser Angst zu stellen, ist nicht nur männlich, es hilft Dir auch, Dich von Deinen Eltern zu emanzipieren. Um Dich auf diesen Weg zu Deinem eigenen selbstbestimmten Leben zu unterstützen, schreiben Martin und ich die kostenfreie Männlichkeits-Mail. Dort findest du diese beinahe schon legendären E-Mail-Lektionen:

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