Gesprächshypnose beim Flirten 3 Einsteigertechniken

5 Minuten Lesezeit

Das ideale erste Date?

Du sitzt mit einer attraktiven Frau in einem Café. Du nimmst wahr, wie du mit jedem neuen Thema, jedem neuen Wort, weiter in das Gespräch gesaugt wirst. Ständig musst du denken “Ja, genau das denke ich auch, woher weiß sie das”. Wenn mit jeder Minute die verstreicht  euer Blickkontakt immer fesselnder wird. Und dann dieser Moment, es scheint nur noch euch beide zu geben. Die Zeit steht still und die Welt herum ist völlig bedeutungslos, gebannt schaut ihr euch in die Augen und seit irgendwie auf einer tieferen Ebene verbunden. Tief im Inneren fühlst du dich verstanden. Auch wie schön wäre das doch… . Die Realität schaut häufig anders aus

Worum geht es in diesem Artikel?

In diesem Artikel geht es darum was Gesprächshypnose eigentlich ist und wie du sie beim Flirten nutzen kannst. Nach dem Lesen des Artikels hast du Werkzeuge an der Hand, um schneller eine tiefere Verbindung mit Frauen aufzubauen. Dann bist noch du dran und darfst das ganze im Alltag üben!

Die Realität

Vor einigen Wochen stand ich an der Münchner U-Bahn-Haltestelle Universität. Keine zehn Meter von mir entfernt stand Sie, Ungefähr 1,70 (meine Größe 😉 ), kurvig gebaut, ein charmantes Lächeln, genau mein Typ. In bester Absicht macht ich mich also auf den Weg, sie anzusprechen und ihr meine Zuneigung mitzuteilen. Ich schaute sie an, sagte Hi und dann: “Du, du bist voll mein Typ, charmante kleine Lady.” Mit der nun folgenden Reaktion hätte ich nicht gerechnet: Erst ein überraschter Blick, dann ein Entsetzter, ein flüchtiges Danke und weg war sie.

Das alltäglich Missverstehen

Tatsächlich, wenn man sich das mal logisch überlegt, ist es doch echt schräg, wie schwer es ist, einer anderen Person einfach ein ehrlich gemeintes Kompliment zu geben. Beweis gefällig? Gehe einfach in die Fußgängerzone der nächsten Stadt und geben 10 Menschen ein Kompliment. Negative Reaktion sind vermeintlich selten, aber mehrstündige sich daraus ergebende Konversationen auch. Meist bleibt es bei einem überraschenden “Danke”.

Von der flüchtigen Begegnung zum fesselnden Gespräch

Ich finde die Reaktion vollkommen verständlich, ehrlich gesagt, ich würde genauso reagieren. Ein Kompliment von einem wildfremden Menschen auf der Straße ist einfach komisch. Welche Bedeutung würdest du der Situation geben? “Die will doch sicher nur mit mir schlafen”, “Hat die etwa keinen Freundeskreis” oder “ Läuft hier gerade Verstehen Sie Spaß”.

Das mächtigste Kompliment, dass du einem Menschen geben kannst, ist das Gefühl, ihn wirklich erkannt zu haben.

    • Erkennen, ist die Brücke von Deiner Welt zur Welt des Gegenübers
    • Erkennen, ist der Weg zum Herzen einer Frau
  • Erkennen, ist der Anfang für einen Menschen wichtig zu sein

In all diesen Punkten habe ich im oberen Beispiel grandios versagt. Ich habe nicht wahrgenommen, in welcher Situation wir uns befinden. Habe mir keine Gedanken darüber gemacht, dass Sie gerade voll im Prüfungsstress ist. Ich habe ihre überraschten Augenbraunen nicht gesehen, habe die Nervosität in ihrer Stimme nicht erkannt. Mit keinem einzigen Wort habe ich ihr Befinden gewürdigt. Kein Wunder, dass ich die hübsche Dame in der Situation nicht erreicht habe.

Die Lösung: Gesprächshypnose

Die Lösung liegt im richtigen Umgang mit Worten, Tonalität und Ausdruck, kurz gesagt in der Gesprächshypnose. Erwähnt sei hier nochmals, dass Hypnose kein schlafähnlicher Zustand ist, sondern lediglich ein fokussieren der Aufmerksamkeit. Die anfänglich beschriebene Gesprächssituation “Der Moment indem die Zeit stillsteht” ist eine Gesprächshypnose. Die andere Person fühlt sich verstanden, erkannt, wertgeschätzt und öffnet sich dir, sogar soweit, dass ihr euch zusammen in eine ganz andere Welt begebt. Im Idealfall eine tiefe zwischenmenschliche hypnotische Erfahrung.

Die drei zentralsten Techniken um diesen Zustand der Gesprächshypnose herzustellen sind “Brücken bauen”, “Paraphrasieren” und “Aktives Zuhören. Zu jeder dieser Techniken folgt eine Anleitung plus Beispiel.

1) Brücken bauen:

Jemand anderes zu erkennen heißt, eine Brücke von ihrer Welt zu deiner zu bauen. Aktives mitdenken während des Gesprächs vorausgesetzt, kannst du dich einfach in die Position des anderen hineinversetzten. Frage dich “Was würde ich dabei denken?” oder “Wie würde ich mich fühlen?”.  So beginnst du dein Gegenüber besser wahrzunehmen und zu verstehen.

Nun wäre es ja arrogant anzunehmen, dass du wirklich weißt, was in ihr vorgeht. Im schlimmsten Fall sagst du “du scheinst glücklich zu sein” während die schwer depressiv in der Coach hängt. Deshalb kommunizieren wir unsere Ideen als Angebote und auch nicht nur eines, sondern immer mehrere gleichzeitig, sodass sie auswählen kann.

Es gibt ja offene Fragen und geschlossene Frage. Beide haben ihre Nachteile, mit offenen Fragen überfordert man gerne schnell den Gegenüber, mit geschlossen ist das Gespräch in einer Sackgasse. Die hypnosystemische Kommunikation ist da ein dritter Weg, der die Vorzüge Beider vereint. Drei oder mehr deiner Ideen in einen Satz gepackt bewirken Wunder.

Dadurch kann Sie ganz bequem die “Idee” aufgreifen, die am nächsten an ihren eigenen Gefühlen dran ist. Und trotzdem lässt du ihre den Freiraum selbst zu entscheiden, als einfach brachial ein Vorschlag zu machen.

2) Paraphrasieren:

Langform (Paraphrasieren):

Paraphrasieren bedeutet eine Phrase des Gegenübers in den eigenen Worten wiedergeben. Klingt vermeintlich simpel, ist es auch. Doch die Wirkung ist Durchschlagend, besonders wenn du eine Frage hinten anhängst. Durch das Wiederholen zeigst du, dass du bei der Sache bist und der anderen Person zuhörst. Wer spricht gerne mit Menschen, die sich für einen interessieren? Jeder, genau deswegen ist das Paraphrasieren so mächtig.

Beispiel (zur beschriebenen Situation):

Sie: Also überrascht hat es mich schon, aber irgendwie ist es auch mutig. Ich glaube, ich wäre zu schüchtern…

Du: Na klar, das kann einen beim ersten mal schon überraschen, man muss schon mutig, wenn nicht sogar wahnsinnig sein. Oder einfach von dem Anblick einer charmanten Person so verzaubert, dass man die Angst vergisst?

Kurzform (Paraphrasieren):

Achtung: Wenn du ständig nur paraphrasiert wirkt das eher wie nachäffen. Doch hier kann die Kurzform des Paraphrasieren Abhilfe schaffen, die Kurzform.

Während die andere Person erzählt, kann man auf verschiedene Art und Weise signalisieren, dass man bei der Sache ist. Ein „hmm…“, wirkt anders als ein „ok“, welches wieder anders wirkt als ein „na klar“. Hier kannst du auf sehr feiner Ebene signalisieren, dass du zuhörst und empathisch mitempfindet. Die Wirkung ist nicht zu unterschätzen

3) Nach- und Hinterfragen:

Häufig erlebe ich Menschen, die sich nicht trauen genauer nachzufragen, wenn sie einen Zusammenhang nicht richtig verstanden haben. Sie denken vielleicht, das wirkt abwesend oder gar beleidigend. Das Gegenteil ist der Fall. Ein „Das habe ich nicht verstanden“ signalisiert deutlich deine Intention, wirklich verstehen zu wollen, was den anderen Menschen bewegt.

Beispiel (zur beschriebenen Situation):

Sie: Ich komme gerade aus einer Philosophie Vorlesung

Du: Ah ok, dann studierst du also Philisophhie?

Sie: Ne, Ich studiere nicht mehr. Ich arbeite jetzt in einer Marketinagentur

Du: Ok, das darfst du mir  jetzt erklären. Wie man als BWLer zur Philosophie kommt und vor allem wie man als Angestellte es sich erlauben kann um 16.00 Uhr in eine Vorlesung zu gehen.

Zusammenfassung:

Das Ziel all dieser Werkzeuge ist Empathie, ein Hineinfühlen in die Situation des Gegenübers. Und dann im nächsten Schritt, dieses tiefere Verstehen dem Gegenüber auch noch zu kommunizieren. Ein stupides Nachahmen von Körperbewegungen, wie es teilweiße im NLP vorgeschlagen wird, wird nicht den gewünschten Erfolg bringen. Eher das Gegenteil, die Dame fühlt sich verarscht. Doch ein empathisches Nachfragen, paraphrasieren und Brücken bauen kann euch beide in das Gespräch saugen. Wenn die Welt um euch herum an Bedeutung verliert und du ganz im Moment, ganz mit der anderen Person bist, dann ist das der Weg in die Gesprächshypnose.

Natürlich gibt es von dort Techniken und Werkzeuge das Gespräch in eine gewünschte Richtung zu lenken. Doch was viele Menschen immer wieder vergessen, Empathie und Verbundenheit ist der Schlüssel, damit Suggestionen von der anderen Person überhaupt angenommen werden!

Über den Autor:

Stefan Passvogel ist seit 2012 Hypnosecoach sowie Schauspieler und kombiniert erfolgreich beiden Welten. Mit Hypnosystemischer Arbeit nach Milton H. Erickson werden innere Affekte und Konflikte gelöst und durch Schauspielerische Arbeit die Veränderung in den Körper und die Persönlichkeit integriert. Auf seiner Website dufokus.de bietet er Workshops zum Thema “Selbsthypnose” und “Gesprächshypnose” an.

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